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Warum sagte OB Gribl auf der Bürgerversammlung ... ...in Haunstetten am 17. November 2008 vor gut 250 Zuhörern: „...überlegen Sie sich das gut, ob Sie das wirklich wollen. Da kommen Kosten auf Sie zu!“
, als der 1. Vorstand des Haunstetter Kleingartenvereins, Dietmar Mesch, den Antrag auf Anschluss an die Kanalisation, für die Toiletten seiner Vereins-Kleingartenanlagen im
Wasserschutzgebiet, stellte? Den Antrag formulierte OB Gribl (CSU) um. Die Verwaltung solle die Möglichkeit erst mal prüfen ... Geprüft wurde. Ein Kanalanschluß im
Trinkwasserschutzgebiet ist zum Wohl der Allgemeinheit. Wie könnte ein OB dagegen sein? Doch das Grundstück, es gehört der Stadt Augsburg, hat bis heute keinen Anschluß an die Kanalisation.
Will OB Gribl nur Geld sparen oder ist ein Kanalanschluß im Wasserschutzgebiet
tatsächlich unerwünscht? Kleingärten will die Stadt Augsburg hier nicht festschreiben. Den
vorgesehenen Bebauungsplan hat sie seit Jahrzehnten nicht aufgestellt; er soll lt. Stadtplanungsamt eingestellt werden. Wenn die Stadt vorhat, die Gärten irgendwann zu beseitigen, dann bedeutet
ein Kanalanschluß eine unerwünschte Verfestigung der bestehenden Bebauung. Dies erinnert an unseren Fall: 2002 boten uns die Stadtwerke an, unser Wohnhaus ohne Kanal abzukaufen, um
es für den Wasserschutz abzureißen, oder - wenn wir auf den Umbau verzichteten - dürften wir alles so lassen, wie es ist. Aber im Wasserschutzgebiet hat ein Haus ohne Kanal keine Zukunft! Das Aus für die Kanalisation der Kleingärten 2009 gab es dann den Beschluß mit Kostenkalkulation für Kanalanschlüsse der Kleingartentoiletten in Augsburg. Dabei
wurden die Kosten so hoch gerechnet, dass keine Kleingartenanlage je an die Kanalisation angeschlossen werden wird, weil die Stadt bekanntlich immer kein Geld hat. Mit dem Beschluß hat man
gleichzeitig dem Haunstetter Verein, der nicht zur Stadt Augsburg gehört, die Sache aus der Hand genommen. Es bestand die Möglichkeit für ihn, an unserer Kanalleitung mit anzuschließen. Doch der
Verein wird privat wohl keinen Kanlanschluß schaffen, sondern das Abwasser in Gruben sammeln - bis zur Beseitigung! 2010 |
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630 000 Euro für ein Kleingarten-Klo? 2009 kein Klo mit Kanal - aber wieder ein Beschluß Am 23.11.2009
wurde beschlossen, die drei Anlagen "Brunnenbach", "Brunnenbachwiesen" und "Lochbachgärten Süd" im Haunstetter Wasserschutzgebiet anzuschließen. Lt. Beschlußvorlage
dafür veranschlagte Gesamtkosten: 630 000 Euro bei 1005 m Abwasserleitung. Zum Vergleich:
2008 wurden bereits die drei Kleingartenanlagen "Alpenblick" Nord, Mitte und Süd im Haunstetter Wasserschutzgebiet mit einer Abwasserdruckleitung angeschlossen, per Beschluß vom
8.3.2007 - Gesamtkosten: 160 000 Euro bei 750 m Abwasserleitung Es wurde hier 2009 ein Preis angesetzt,
der fast das Dreifache dessen beträgt, wofür ein gleichartiger Kanalanschluß im Jahr 2008 von der Stadt hergestellt wurde. Die Notwendigkeit von Kanalanschlüssen im Wasserschutzgebiet steht außer Frage, doch weshalb setzt Umweltreferent Schaal, der für die Kleingärten zuständig ist, einen “Mondpreis”
in seiner Planung an? Die Stadtpolitik legt für die Zukunft die grundsätzliche Bereitschaft Augsburgs fest, für einen Kanalanschluß gerne auch das Dreifache zu berappen! Es geht in dem Beschluß vom 23.11.09 um Kanalanschlüsse für 32 Kleingartenanlagen im Gesamtvolumen von 3,7 Millionen Euro!
Sollte der Beschluß eine reine Luftnummer sein?
Am 25. Februar 2010 berichtete die Augsburger Allgemeine
ausführlich über diesen fragwürdigen Beschluß. Umweltreferent Rainer Schaal nimmt es offenbar nicht so genau, denn er legt überhöhte Zahlen zur Abstimmung vor und räumt ein, dass er kein Ingenieurbüro beauftragen wollte „das einen genauen Kostenvoranschlag erstellt“. Der Referent meint, Beschlüsse liefern lediglich Richtwerte.
März 2010 |
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Der Kanalanschluß für die Kleingartenklos war tatsächlich bloß eine Luftnummer!
2011 erfuhren wir die Wahrheit
Sep. 2011 Der Augsburger Stadtrat beschloß 1993 die
„Umwidmung in Grünflächen”, dort wo
seit Jahrzehnten unser bestandgeschütztes Wohnhaus, sowie Hunderte Kleingärten sind. Dieser Beschluß wurde nie öffentlich bekannt gemacht und bei unserer Recherche wollte niemand aus dem Stadtrat oder der
Verwaltung darüber sprechen. Wer diesen Beschluß kannte, der will natürlich keinen Kanalanschluß für die Kleingärten! OB Gribl
muß 2008 davon gewußt haben, sonst hätte er auf der Bürgerversammlung nicht versucht, dem Kleingartenvorstand sein Ansinnen auf einen Kanalanschluß auszureden. Umweltreferent Rainer Schaal
dürfte der Beschluß auch bekannt gewesen sein, sonst hätte er die Kleingartenklos im Wasserschutzgebiet an die Kanalisation angeschlossen und zwar für wenig Geld über unseren Kanal, den wir der Stadt zu diesem Zweck angeboten hatten. (siehe
Kanalproblematik) Aber wenn die Gärten eh wegsollen, lohnt sich das nicht mehr. Baureferent Merkle
sagte in der AZ, dass er kein Abwasserkonzept im Trinkwasserschutzgebiet erstellen will, nicht einmal für unser bestandsgeschütztes Wohnhaus, weil der 93er Beschluß irgendwann umgesetzt werden solle. zum Artikel |
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