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Was steht drin - im Abwasserbeseitigungskonzept? Sommer 2011. Seit Wochen schmieden Bürokraten in Augsburg am Abwasserbeseitigungskonzept.
Was meinen Sie? Leisten Sie Amtshilfe und testen Sie gleichzeitig Ihr Allgemeinwissen! Frage 1: Was gehört alles hinein ins
Konzept, was kann unter keinen Umständen ins Konzept aufgenommen werden?
- Robidog-Stationen?
- Opa’s Nachttopf?
- Drei-Kammer-Entwässerungsgruben?
- mobile Baustellentoiletten?
- biologische Kleinkläranlagen?
- Plumpsklos?
- abflußlose Abwassersammelgruben?
- ein Anschluß an die öffentliche Kanalisation?
Frage 2: Aus welchen Gründen könnten Augsburger ihr Wohnhaus an die öffentliche Kanalisation angeschlossen
haben?
- weil sie umweltbewußt sind?
- weil ein privater Anschlußkanal der letzte Schrei ist?
- weil die Stadt keinen Kanalanschluß legen wollte?
- weil das Haus im Wasserschutzgebiet steht?
- weil es Spaß macht, mal eben 50 000,- in der Erde zu vergraben?
- weil Behörden ihn zwingend verlangt haben?
- weil dadurch Verordnungen und Gesetze erfüllt sind?
Frage 3: Warum will die Bürokratie in Augsburg jetzt von Ihrem eigenen Abwasserkonzept nichts mehr wissen?
- weil nicht allem, was sie plant, ein vertretbares Konzept zugrundeliegt?
- weil sie dachte, es fällt nicht auf, dass sie kein Konzept hat?
- weil sie im Wasserschutzgebiet lieber keinen Kanalanschluß wollte?
- weil sie den privaten Kanalanschluß beinahe vereitelt hätte?
- weil sie für die Abwasserentsorgung verantwortlich ist?
- weil es blöd aussieht, einen Kanalanschluß für ein Haus zu verlangen und die umliegenden Kleingartentoiletten nicht mit anzuschließen?
- weil sie gerne jegliche Bebauung und alle Gärten in dem Gebiet abreißen und Grünland daraus machen will. Dann braucht es hier sowieso kein Abwasserkonzept mehr.
Die Lösung: Frage 1: Was
gehört alles hinein ins Konzept, was kann unter keinen Umständen ins Konzept aufgenommen werden?
- Robidog-Stationen?
- enthalten nur “Hardware” und kein Abwasser und gehören folglich nicht ins Abwasserbeseitigungskonzept
- Opa’s Nachttopf?
- der ist privat und private Nachttöpfe werden nicht aufgenommen.
- Drei-Kammer-Entwässerungsgruben?
- sind nicht mehr zulässig und daher auch nicht im Konzept.
- mobile Baustellentoiletten?
- kommen ja wieder weg, sind deshalb auch nicht drin.
- biologische Kleinkläranlagen?
- die sind dort vorgeschrieben, wo früher Drei-Kammer-Gruben waren und gehören folglich ins Konzept.
- Plumpsklos?
- sind seit 1913 keine ordnungsgemäße Entsorgungslösung mehr und haben auch im Abwasserbeseitigungskonzept einer
modernen Stadt nichts zu suchen.
- abflußlose Abwassersammelgruben?
- gelten als ungeregelte Entsorgung und erscheinen daher auch nicht im Konzept.
- ein Anschluß an die öffentliche Kanalisation?
- gehört selbstverständlich ins Abwasserbeseitigungskonzept, egal ob ihn die Stadt
macht, oder ob er privat hergestellt ist.
Frage 2: Aus welchen Gründen könnten Augsburger ihr Wohnhaus an die öffentliche Kanalisation angeschlossen
haben?
- weil sie umweltbewußt sind?
- nein, bei aller Liebe ...
weil ein privater Anschlußkanal der letzte Schrei ist? - das ist nicht Ihr Ernst!
weil die Stadt keinen Kanalanschluß legen wollte? - tja, wenn die nicht will, dann muß man.
weil das Haus im Wasserschutzgebiet steht? - dort sind Kanalanschlüsse Vorschrift.
weil es Spaß macht, mal eben 50 000,- in der Erde zu vergraben? - nicht mal für den, der’s dicke hat.
weil Behörden ihn zwingend verlangt haben? - ja, weil sie dir ohne Kanal die Heimat auffressen.
weil dadurch Verordnungen und Gesetze erfüllt sind? - richtig, denn mit Kanal ist alles gut.
Frage 3: Warum will die Bürokratie in Augsburg jetzt von Ihrem eigenen Abwasserkonzept nichts mehr wissen?
- weil nicht allem, was sie plant, ein vertretbares Konzept zugrundeliegt?
- könnte sein, manche Konzepte sollen ja nie an die
Öffentlichkeit kommen.
- weil sie dachte, es fällt nicht auf, dass sie kein Konzept hat?
- ja wer weiß denn schon, dass es ein Abwasserbeseitigungskonzept
gibt?
- weil sie im Wasserschutzgebiet lieber keinen Kanalanschluß wollte?
- stimmt!
- weil sie den privaten Kanalanschluß beinahe vereitelt hätte?
- ja, es sieht alles danach aus.
- weil sie für die Abwasserentsorgung verantwortlich ist?
- klar, und eigentlich hätte sich die Stadt darum kümmern müssen.
- weil es blöd aussieht, einen Kanalanschluß für ein Haus zu verlangen und die umliegenden Kleingartentoiletten nicht mit anzuschließen?
- das ist nun mal Fakt.
- weil sie gerne jegliche Bebauung und alle Gärten in dem Gebiet abreißen und Grünland daraus machen will. Dann braucht es hier sowieso kein Abwasserkonzept mehr.
- das ist genau das, was politisch gewünscht ist, denn Stadträte/innen kümmerten sich nie um den Bebauungsplan und Genehmigungen für die privaten Garteneigentümer und
auch nicht um einen Kanalanschluß für die Kleingartentoiletten.
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