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Siebenbrunner Unterdorf Das
Siebenbrunner Unterdorf bei Augsburg, fiel dem Wasserschutz zum Opfer. Es wurde abgerissen und die Fläche aufgeforstet. 30 Jahre später (und nach jahrelangen Bemühungen mit der Verwaltung!), stifteten im Jahr 2008 ehemalige Bewohner ein
Erinnerungskreuz mit Gedenktafel. Ende der 1970er Jahre war es Lokalpolitikern und den Stadtwerken viel wichtiger, Wohnhäuser abzureißen und Grundstücke
zusammen zu raffen - für den Wasserschutz. Gleichzeitig ließen die eifrigen Wasserschützer die Gefahren durch Munitions-Altlasten auf dem
alten Schießplatz
in der Engeren Schutzzone links liegen. Das Gelände blieb unsaniert.Das soll Wasserschutz sein? |
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Meinung eines Betroffenen„Das ärgert mich heute noch, dass wir da wegmußten,” sagte der
freundliche ältere Herr, der einst im Siebenbrunner Unterdorf aufwuchs, als wir ihn 2009 beim Spaziergang in den Haunstetter Wiesen trafen. „Und alles bloß wegen dem Wenninger. - Und
irgendwann bauen die Stadtwerke neue tiefere Brunnen, dann ist das mit dem Wasserschutz wieder egal. Dann werden dort auch wieder Häuser hingebaut.” (Anm.: Reinhold Wenninger, bis 2002 CSU-Stadtrat und Leiter der Stadtwerke Wasser GmbH) |
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Der Mensch besteht auch aus Wasser und Wasser ist Leben. Doch wie menschlich ist der Wasserschutz, der Menschen in
ihren Häusern nicht leben läßt? Was sucht der Wasserschutz überhaupt in bestehenden Ortschaften? Wie viele
Wohnhäuser wurden bis heute in seinem Namen sinnlos beseitigt? Und wie viele wurden unter diesem Vorwand Menschen abgekauft und dann nicht beseitigt? Manche todgeweihten Häuser begannen ein neues
Leben im Schutzgebiet. Wurde die Verordnung nur dazu erlassen, um sie als ein Instrument der Willkür gegen einzelne Bürger zu richten? Heimat ist ein kostbares Gut. Sie sollte
erklärtes Schutzgebiet sein, für jeden Menschen auf der Erde! Und der Verlust der Heimat schmerzt Menschen lebenslang. Umso mehr, wenn das Opfer, das sie erbringen mußten, ein
Tribut der Sinnlosigkeit war. |
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