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Texte, Bilder, Hörstücke © Karin Brandl, Alchima

ISEK Haunstetten veröffentlicht Pläne, wo unsere einzige Zufahrtsstraße als “autofreier Radweg” bezeichnet wird.

Das ISEK der Stadt Augsburg zeigt in der verkehrsplanerischen Analyse (Haunstetten_ISEK_Teil3) auf dem Luftbild Seite 97 den Oberen Krautgartenweg, von der Martinistraße abgehend nach Osten, als "Zweirichtungsradweg oder autofreie Straße, asphaltiert" und auf dem Plan Seite 112 ist er als Teil einer geplanten "Ost-West-Verbindung für Radverkehr" eingezeichnet (veröffentlichte Unterlagen vorliegend). Zuständig: Stadtplanungsamt

Eine große Anzahl betroffener Anlieger (Eigentümer/Pächter) hat sich daraufhin im Sommer 2020 schriftlich im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum ISEK (zahlreich u.a. auf unseren Unterschriftenlisten!), dagegen ausgesprochen (Begründung siehe unten) Sie wurden eingereicht und unsere Einwände wurden in die Veröffentlichung des ISEK aufgenommen. 
Das Stadtplanungsamt teilte schriftlich mit, dass keine Änderung der bestehenden Situation erfolgen wird. Es bleibt, wie es ist - unsere Zufahrtsstraße gilt weiterhin dem Gesamtverkehr (Kraftfahrzeuge, Räder, Fußgänger).

Der Fehler liegt allerdings im Amtlichen Fahrrad-Stadtplan der Stadt Augsburg (Verfasser: Tiefbauamt, Abt. Verkehrsplanung). Dort sind noch weitere Straßen als ”Zweirichtungsradweg oder autofreie Straße” ausgegeben, was definitv falsch ist!
Den fehlerhaften Plan hatte das Stadtplanungsamt ins ISEK übernommen.
Der Plan muß demnach berichtigt werden, damit die Fehler in Zukunft nicht erneut für weitere Planungen übernommen werden!

Der Amtliche Fahrrad-Stadtplan der Stadt Augsburg stimmt hier nicht!  
Die rote durchgezogene Linie im Fahrradplan bedeutet “Zweirichtungsradweg oder autofreie Straße (asphaltiert)” - falsch, denn es ist hier im ersten Teil eine öffentlich gewidmete Fahrstraße und nach dem Abzweig ein Fußweg.
Die gestrichelte Linie rechts (Kleingartenweg) steht für “Zweirichtungsradweg oder autofreie Straße (nicht asphaltiert)” - falsch, denn es handelt sich um die asphaltierte Zufahrtsstraße zu der dortigen Kleingartenanlage und dem Waldkindergarten.

Der Fahrrad-Stadtplan muß berichtigt werden.
Für beide Wege gilt die gepunktete Linie: “Mitfahren im Verkehr (30 km/h) oder Gehweg - Radfahrer frei”.  


Eine Festlegung als “Zweirichtungsradweg oder autofreie Straße” ist hier rechtlich und sicherheitstechnisch nicht machbar.

Begründung:

1. Der Weg ist die einzige Erschließungsstraße

  • für ein Wohnhaus
  • für ca. 75 weitere Anliegergrundstücke (Eigentumsgärten)
  • für eine Kleingartenanlage mit zahlreichen Pächtern, am südlichen Ende des Weges und
  • des weiteren bildet er die einzige Zufahrt zu den Garagen der Anwesen Martinistraße 54 - 58.

Er ist einspurig. Es gibt keine Ausweichgrundstücke, auf denen ein zusätzlicher Radweg eingerichtet werden könnte. Er wird von Fußgängern, Radfahrern und Autos genutzt.
Der Kraftfahrzeugverkehr zu den Grundstücken muß aus praktischen, sicherheitstechnischen (Feuerwehr- und Rettungsweg) und rechtlichen Gründen (Zufahrt der Eigentümer/Pächter) auf Dauer beibehalten werden. Alle Anlieger brauchen die vollwertige Erschließung!

2. Der Durchgang durch die Kleingartenanlage ist ein Fußweg

Der anschließende Durchgang nach Osten zum Wald, führt über Privatgrund und eine kleine Fußgängerbrücke über den Lochbach. Diese Brücke ist knapp 2 m breit, folglich zu schmal für einen Zweirichtungsradweg!   Der weitere Durchgang durch die angrenzende Kleingartenanlage hindurch ist ein 2 m breiter, beschilderter Fußweg(!), auf dem Radfahrer zwar fahren dürfen.
Die Rechtslage zum Radfahren auf Gehwegen ist allerdings eindeutig
siehe unter geh-recht.de  So haben hier Fußgänger Vorrang und Radfahrer müssen ihr Tempo anpassen. Außerdem ist je nach Benutzerzahl die Wegbreite anzupassen, wobei für die Sicherheit der Fußgänger mind. 2,50 m (neben dem Fahrradverkehr!) verkehrstechnisch erforderlich sind. Je mehr Fahrräder den Weg nutzen, desto breiter muß also der Weg sein.

Bereits jetzt besteht hier erhebliches Konflikt- und Gefahrenpotential. Auf dem schmalen Fußweg sind u.a. Mütter mit Kinderwagen und Kleinkindern, sowie Erholung suchende Spaziergänger, in Richtung Wald unterwegs. Schnell fahrende Radler auf diesem Fußweg meinen sich oft im Recht, wenn sie Fußgänger barsch zur Seite scheuchen.

Ein erhöhtes Radfahraufkommen, wie dies eine im ISEK rsp. Amtlichen Fahrradstadtplan empfohlene Rad-Verbindungsstrecke bringen würde, kann dieser Weg ohne Gefährdung der Allgemeinen Sicherheit, nicht mehr aufnehmen. Das ISEK verfolgt die Zielsetzung, städtebauliche Mißstände aufzudecken und zu beheben und es sollte nicht durch fehlerhafte Radwegepläne Verkehrskonflikte und Gefahren verschärfen.  

Schlampig gemacht - gefährlich für die Sicherheit

Die Stadt Augsburg rühmt sich ihres Amtlichen Fahrrad-Stadtplans, doch mancher der Radwege existiert darin nur aufgrund behördlicher Darstellung, die nichts mit der Realität zu tun hat.
So deklariert der Amtliche Fahrrad-Stadtplan z.B. in Haunstetten eine öffentlich gewidmete, einspurige Zufahrtsstraße und einen knapp 2 m breiten Fußweg durch eine Kleingartenanlage, als "Zweirichtungsradweg oder autofreie Straße".

Radler erwarten aufgrund des fehlerhaften Plans natürlich eine Radverkehrsstrecke, auf der sie Vorrang haben und so richtig in die Pedale treten können.
Doch davon werden massive Verkehrskonflikte und Gefahren ausgelöst! Es ist hier nun mal kein reiner Radweg, sondern es sind hier zudem Fußgänger und Autos unterwegs. Zumal es sich um die einzige Erschließung der zahlreichen Anrainergrundstücke handelt.  

Ein Amtlicher Fahrrad-Stadtplan, der falsche Radwege aufweist, ist wertlos!

Auch wenn die Stadt Augsburg zusehen muß, eine bestimmte Anzahl von Kilometern Radwege für den Titel "Fahrradstadt" zusammen zu bringen, sollten die Behörden schon aus Gründen der Verkehrssicherheit darauf achten, was sie denn alles als Radweg ausweisen. Keinesfalls dürfen sie auf Anrainerstraßen Radwege hinzuphantasieren, die es so nicht gibt.

Wie viele solcher Fehler (s.o.) der Fahrrad-Stadtplan wohl noch aufweist?

(aktualisiert Okt. 2020)
 


Bebauungsplanung im Trinkwasserschutzgebiet Augsburg östlich der Martinistraße  

1988 beschloß die Stadt Augsburg für die gesamte Wasserschutzzone W III a1 (früher A1) in Haunstetten die Aufstellung eines Bebauungsplans Nr. 864. Er wurde östlich der Martinistraße teilweise aufgestellt:

  • Im ehem. Werksgelände der Textilfabrik Martini beließ man zwei Bestandsgebäude (ehem. Fabrikantenvilla und Kutscherhaus), das restliche Gelände wurde 1998 umgewandelt in Grünland und Außenbereich.
  • Im ehem. Werksgelände der Kunstmühle Kühn entstand im Jahr 2000 ein neues Baugebiet mit Wohnhäusern (im Luftbild links oben)
  • Unbeplant blieb das dazwischenliegende Gebiet (oben im Luftbild links) zwischen Martinistraße und Brunnenbach (Waldgrenze). Hier gibt es ein lange bestehendes, genehmigtes Wohnhaus. Laut Stadtplanungsamt wurde die einstige Kleingartenplanung hier eingestellt. 

Im Flächennutzungsplan-Entwurf vom Juli 1992 war sogar mal ein Wohngebiet angedacht, doch der Stadtrat votierte dagegen.
“Gegen diesen Vorschlag waren sowohl von Trägern öffentlicher Belange, als auch von anderen Institutionen so erhebliche Bedenken vorgebracht worden, dass der Stadtrat im Rahmen des Feststellungsbeschlusses der Stadt Augsburg am 21.7.1993 beschloß, diese Flächen von der Planung vorläufig auszunehmen: „mit dem Ziel, diese Bereiche in einem anschließenden Verfahren in Grünflächen umzuwidmen und an dieser Änderung die Bürger und Träger öffentlicher Belange erneut zu beteiligen.“ (Zitat: Beschlußvorlage) 
Im Stadtentwicklungskonzept STEK 2018 ist das Gebiet nicht enthalten. Im geplanten neuen Stadtviertel Haunstetten-Südwest, das westlich der alten B 17 für ca, 10000 neue Bewohner gedacht ist, sollen neue Kleingärten geplant werden.

 

Wenningers Wiese - Hommage an Ernst Jandl, Hörstück von Karin Brandl

 

 

 

Bebauungsplanung 2020 eingestellt!

Am 25. Juni 2020 entschied der Stadtrat über den Bebauungsplan Nr. 864 in unserem Gebiet die Einstellung. Beschluß veröffentlicht: Amtsblatt Nr. 29/30, 24. Juli 2020. Zitat Beschlußvorlage BSV/20/04164 vom 23.3.2020: “Gegenwärtig wird für Haunstetten ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet, dessen Umgriff sich teilweise mit dem südlichen Teilbereich des BP Nr. 864 (Trinkwasserschutzgebiet) überlagert, sowie die Geltungsbereiche der übrigen, einzustellenden Bebauungspläne umfasst. Das ISEK verfolgt die Zielsetzung, vorhandene städtebauliche Missstände aufzudecken und zu beheben. Erkannte Missstände sowie deren Behebung können ggf. ein neues Planungserfordernis auslösen.”
Zitat aus dem Einstellungsbeschluß: “Das ursprüngliche Planungsziel des in Aufstellung befindlichen BP Nr. 864 und der weiteren Teil-Planungsverfahren für die Bebauungspläne Nrn. 864 II, 864 III und 864 V wird damit durch die Trinkwasserschutzverordnung gesichert.”

D.h., dass in unserem Gartenparadies nun die Trinkwasserschutzverordung als Rahmen gilt. Hoffen wir mal, dass alles im Rahmen bleibt und somit die Gärten auf Dauer erhalten bleiben.   (aktualisiert Juli 2020)


Mein Gemüse

Seit gut einem halben Jahrhundert hat unsere Familie, neben vielen anderen, in dem Gebiet einen Gemüsegarten. Das ganze Jahr garteln und ernten wir unser eigenes Gemüse. Wir sind froh, dass der drohende Grünlandbeschluß 2020 wegfiel, denn wir wollen, daß die Gärten erhalten bleiben.   

 

 

 

 2020

 

 

 

2020 war gut warm, es bescherte reichlich Gemüse, allerdings litt das Obst unter der Wärme, gepaart mit viel Regen verfaulten und schimmelten viele Äpfel und Zwetschgen schon am Baum. Aber für den Datschi hat es gereicht.
Wir sind praktisch autark und müssen fast nicht zum Einkaufen. Die Pflanzen im Tomatenhäuschen wuchsen prima. Meine größten Fleischtomaten brachten 700 g auf die Waage! Die Paprika tragen heuer reich.Und die alte Kartoffelsorte Sieglinde, die wir seit Jahren retten, schenkte uns viele große Knollen. Der winterharte Radiccio steht jetzt im September schon im Beet. Er versorgt uns bald wieder mit Salat, ebenso die Endivie. Im Sommer hatten wir heuer viel Kopfsalat und roten Eichblatt. 
Den Kräutern tat das Jahr außerordentlich gut, sie wuchsen riesig wie noch nie und ich habe etliche neue Heilkräuter wie z.B. Dorant, der gegen Husten hilft oder Mutterkraut gegen Kopfweh. Die Zucchini tragen noch und auch die Stangenbohnen nahmen noch Schwung auf. Da gibt’s dann Bohnen mit Speck!   

 

 

 

 

 

 2019

Es wurde doch noch ein gutes Gartenjahr 2019, obwohl es anfangs lange trocken und kühl war, mit viel Ostwind. Dies stimmte überein mit dem Hundertjährigen Kalender, der ein Merkur-Jahr vermeldete. Den Stangenbohnen gefiel das, so viele Böhnchen hatte ich noch nie. Zucchini gab es massenhaft und aufgrund der Sommerhitze hatte ich heuer die Chance, sie noch zu erwischen. In feuchteren Jahren wuchsen sie nämlich über Nacht zu Jumbos heran. Auch die Schnecken hielten sich heuer brav zurück, und die Wühlmaus, die im vorigen Jahr so lästig war. Gut so! - Im Bild ein kleiner Ausschnitt der Ernte vom August 2019. 

 

 

 

 

 

 

 2018

Nach dem Hundertjährigen Kalender ein Venus-Jahr, machte es seinem Namen alle Ehre. Schwül bis heiß, sehr viel Sonne, trockenes Frühjahr - reiche Ernte überall. Tomaten, Zucchini, Salat, Bohnen, Basilikum und alles was das Herz begehrt. 

Jetzt im Oktober sind nur noch Paprika im Treibhaus, Radiccio und Mangold, Endivien und Zichoriensalat im Beet. Alles andere ist schon abgeräumt. Die Vorratskammern sind voll.

Hier einige meiner pfundigen Fleischtomaten und Vertreter der Gurkenernte.  

 

 

 2017

Das Jahr war relativ regnerisch, unterbrochen von einer Hitzewelle mit über 30° C, die den Fleischtomaten ein kräftiges Rot und prima Geschmack gab.

Meine Ernte ist jetzt im September fast schon abgeschlossen. Ich habe für den Winter viel eingekocht und tiefgekühlt. Zucchini, Mangold und Gurken wachsen noch, obwohl die Nächte schon recht frisch sind. Im Treibhaus reifen die Paprika heran, rote, gelbe sowie peruanische Aji und Chili. Die Verwandtschaft in Peru war ganz verblüfft, wie toll ihr Gemüse in Bayern wächst.

Mein Naturgarten ist auch heuer wieder ein Blütenmeer und beim Abräumen der Bohnenstangen entdeckte ich neulich einen Windenschwärmer. So einen schönen, großen Nachtfalter hatte ich hier noch nie. Ich bin sicher, er kam zu mir, weil ich hier kein Gift spritze. Im Tausendblütenbeet darf die Ackerwinde wachsen. Der Windenschwärmer ernährt sich von ihr.

 

 

 

 2016

In meinen Naturgarten säte mir der Wind Borretsch mit seinen schönen blauen Blüten. Etwas Wildwuchs darf schon sein.

Auch heuer wieder gerettet - Kartoffel Sieglinde; im August tragen die Tomaten kiloweise, doch aufgrund des kühlen Jahres bräuchten sie jetzt noch Sonne fürs Aroma, Zucchini, Salat, Kräuter wachsen fröhlich, im Treibhaus herrscht Gurkenschwemme, die Paprika kommen allerdings zaghaft. Nachts kühlt es nun schon ab. Der Hochsommer ist heuer vorbei.

 

 

 2015

Der warme und trockene Sommer 2015 bescherte die doppelte Tomatenernte

Bereits Anfang August erntete ich kiloweise leckere Fleischtomaten. Sie sind normalerweise erst später erntereif.

Der Tomatenüberschuß wird entweder eingefroren (Haut abziehen, vierteln und in Portionsbeutel - im Winter koche ich daraus Tomatensoße) oder eingekocht als Pizzatomaten und schmackhafte Soßen oder Ketchup. Sogar im April genießen wir dann noch den Erntesegen der eigenen Tomaten aus dem Vorjahr.

Die Paprika waren offenbar nicht so begeistert von der Hitze, was mich sehr wunderte. Sie setzten spät an und trugen nicht so viel wie sonst. Zucchini und alles andere war o.k. Zwischen die Tomaten säte ich Rucola, der dadurch von Erdflöhen verschont blieb.

 

 

 2014

Zum üblichen Gemüse-Programm kamen Neuzugänge, so z.B. Aji aus Peru, eine mittelscharfe Paprika, mit wunderschönen großen Pflanzen im Treibhaus. Außerdem hatten wir einen stachligen Gast im Garten.

 

Die scharfe Ernte von 2014!

 

 

 

 2013

Und wir ernten doch!

Ende August - Nach dem kalten Frühjahr ist heuer alles viel später dran, aber jetzt reifen reichlich Tomaten, Gurken, Zucchini, Salate, Stangenbohnen kommen auch langsam, Paprika sind noch meist grün, aber die Büsche hängen voll.

Auch die ersten Frühkartoffeln waren lecker. Man kann sie mit Schale zubereiten, z.B. auf dem Blech wie Pommes frites backen.

Es war kein Kürbisjahr für mich. Die erste Pflanzen fielen den Schnecken zum Opfer, im zweiten Anlauf klappte es zwar. Ich zog drei Hokkaidopflanzen, doch jede trägt nur einen Kürbis.

 

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Ende März sprießt im Zimmer schon das Gemüse, doch draußen hat es Minus 2° C und Schnee (Foto 26.März) Wann wird es Frühling? Das Gartenglück ist hier immer wieder bedroht - nicht nur durch Wintereinbrüche. Wenn die Stadträte ihren Beschluß umsetzen, verlieren wir alle unsere Gärten. 

 

 

 2012

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2012 - Bio-Gemüse-Reichtum

Tomaten kiloweise! Viele davon wanderten in Suppen und Soßen. Mit Gurken wurden wir regelrecht überschwemmt.

Nur eine Zucchini hatte sich unter einem Blatt versteckt und wuchs unbemerkt zum Jumbo. Das Paprika-Treibhaus steht voll. Ich habe so viele Sorten wie noch nie: Spitzpaprika, Türkische Paprika, Peperoni, große Gelbe und Rote, Minipaprika und die gelben Chili aus Peru trocknen schon in Körbchen (oben links). Sie sind mäßig scharf (Peruaner sagen dazu mild!).

Nur die Karoffel Sieglinde, die wir seit Jahren “retten”, brachte bloß kleine Kartöffelchen zustande (Nachbars Kartoffeln waren auch so). Es war wohl kein Kartoffeljahr.

Zwei Tage vor dem ersten Wintereinbruch mit viel Schnee und Minustemperaturen zum 28. Oktober ernteten wir die grünen Tomaten und noch viele Paprika.

 

 

 

 2011

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Sommer 2011 ist die Ernte überreich und alles ein wenig früher dran. Es gibt jede Menge Tomaten und Gurken. Die Zucchini sind eifrig am Fruchten und wenn ich nicht aufpasse, dann werden sie über Nacht riesig. Auch Auberginen sind heuer etwas mehr, nur die Paprika zuckeln hinterher und es gehen viele kaputt, bevor sie reifen. Sie haben Löcher und Fraßsstellen, doch das Tier, das sie verursacht, fand ich bisher nicht. Die Sieglinde fütterte ich kräftig mit Kompost. Man sieht es ihnen an, sie sind groß und schmecken gut. Die Kürbisse bilden einen Urwald und bald kann ich sie ernten. Außerdem gibt es bald wieder Kohlrabi und natürlich auch viel Salat, Rucula und Kapuzinerkresse.

 

 2010

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Die hübsche Spinne, die ihr Netz mit Zickzackstichen vernäht, entdeckte ich zwischen Blumenstauden.

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Ende August 2010 ist wegen des schlechten Wetters alles etwas später dran. Der Kürbis wird aber langsam gelb. Seit vier Jahren rette ich die “Sieglinde”, eine alte Kartoffelsorte, die nicht mehr am Markt ist. Die ernte ich gerade. Meine Stangenbohnen tragen gut. Die Tomaten bräuchten noch Wärme. Der viele Regen ließ einen Teil von ihnen vorzeitig braun werden. Heuer probierte ich Fleischtomaten “Ochsenherz”. Sie wechseln gerade die Farbe, während die anderen noch tiefgrün sind. Meine langen spitzen Paprikaschoten sind ebenfalls noch grün, und während ich diese Zeilen tippe, regnet es schon wieder. Eine kleine Auberginenpflanze trotzt seit Wochen den Blattläusen. Sie hat zwei Früchte, etwa birnengroß - immerhin. Ich werde sie in dünnen Scheiben mit Olivenöl in der Pfanne braten. Da freu’ ich mich drauf!


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