Augsburger Wasserschutz-Wahnsinn als Bürokratensatire - Brillen für die Bürokratie - buerokraten.alchima.de  

Brillen für die Bürokratie

Satire von Karin Brandl

 

100 Seiten, Illustrationen der Autorin, 12,80 Euro (D), ISBN 978-3-932669-09-5, Alchima 2009

lieferbar - In jeder Buchhandlung erhältlich.

 

 

 

Verordnungswut, Genehmigungswahnsinn, Willkür

Eine kurzsichtige Bürokratenschaft will Josefa und Franz ihr Haus im Wasserschutzgebiet mit allerlei Hinterlist entreißen. Doch die beiden lassen sich nicht entmutigen. Es geht um ihre Heimat, der ein Kanal fehlt. Sie kämpfen sich durch den Bürokratendschungel, in dem ein böser Geist regiert, der stets verneint oder bejaht, wie es ihm gefällt.

Doch das Schicksal ist stärker als alle Bürokratie ...

 


 

Der Augsburger Stadtteil ‘Haunstetten’ wurde vor vielen Jahren, ungeachtet der Bebauung, fast ganz zum Wasserschutzgebiet deklariert. Das Buch beschreibt meine persönlichen Erlebnisse hier in Augsburg 2002 - 2008, beim Genehmigungsverfahren und dem Umbau unseres einstigen Siedlerhäuschens, das wir für den Wasserschutz an die öffentliche Kanalisation anschlossen.” 

 


 

Inhalt

Feengewebe   -   Lieber Schwalben und Biber    -   Unter Bürokraten    -   Das gute Gewissen   -   Zuschuß ausgeschlossen    -   Ein Ding der Unmöglichkeit   -   Reine Abzocke    -   Gezinkte Pläne?    -  Schlepptau am Privatkanal   -   Anarchie am Stammtisch   -   Alles genehmigt     -   Unter Beobachtung   -   Grenzstreit     -   Kanal in der Sackgasse  -   Geisterbeschwörung    -   Der heilige Versprecher  -   Zettelbürokratie   -   Dunkle Machenschaften  -   Rattus rattus    -  Nemesis     -  Der Tag der Erleuchtung  -  Nachwort der Autorin  -  Danke

 


 

Nachwort der Autorin

„Hindernisse überwinden ist der Vollgenuß des Daseins.”   -  Arthur Schopenhauer

 

Es bekämpften Bürokraten einen Abwasserkanal für das Wasserschutzgebiet, den sie aufgrund ihrer Verordnung selbst verlangten. So verquer kann unsere Bürokratie sein!

Aber welchen Sinn macht eine Verordnung, die nur für den gilt, der sich erkundigt oder eine Genehmigung beantragt? Für den wird sie wie der Knüppel aus dem Sack gelassen. Eine Verordnung, deren Einhaltung der Bürokratie selbst zu mühselig und teuer ist. Für die, die sie schufen, ist sie beliebig. So ist die Verordnung eine Ohrfeige für alle, die sich korrekt verhalten. Sie werden zu den Dummen gemacht! Ihnen entbietet die Bürokratie ein Nein oder belastet sie mit Auflagen, deren Erfüllung zum Ding der Unmöglichkeit werden kann. Manchem frißt sie gar die Heimat weg.

Dabei trägt die Wasserschutzverordnung den Deckmantel des Gemeinsinns. Als ob es im Sinne aller wäre, bestimmte Häuser zu beseitigen, Grundstücke an das Wasserwerk zu verkaufen oder einen Gasanschluß einzurichten. Manche brauchen einen Kanal. Nebenan geht es auch ohne. Wenn das Wasserschutz sein soll ...?

Ist es Nettigkeit der Bürokraten, sich vor tragfähigen Lösungen für alle Bürger zu drücken? Oder ist es nur bequemer? Das Warten auf den richtigen Namen, der jedes Gebiet wie ein Sesam-öffne-Dich erschließt? Was sucht der Wasserschutz überhaupt in bestehenden Ortschaften? Wie viele Wohnhäuser wurden bis heute in seinem Namen sinnlos beseitigt? Und wie viele wurden unter diesem Vorwand Menschen abgekauft und dann nicht beseitigt? Manche todgeweihten Häuser begannen ein neues Leben im Schutzgebiet. Wurde die Verordnung nur dazu erlassen, um sie als ein Instrument der Willkür gegen einzelne Bürger zu richten?

Heimat ist ein kostbares Gut. Sie sollte erklärtes Schutzgebiet sein, für jeden Menschen auf der Erde!

Und der Verlust der Heimat schmerzt Menschen lebenslang. Umso mehr, wenn das Opfer, das sie erbringen mußten, ein Tribut der Sinnlosigkeit war. Auch eine Heimatstadt ist wertvoll. Wohl dem, der eine hat. Aber Heimatstadt kann nur diejenige sein, die ihren Bürgern nicht schadet.

Augsburg, im Februar 2009

 

 

 

 

 Autorin und bildende Künstlerin Karin Brandl  www.alchima.de

 


© Karin Brandl, Alchima Verlag

 

 

 


Voll ins Schwarze 

 

Meine Satire schlug wie eine Bombe im Rathaus Augsburg ein!

Mit Veröffentlichung am 1. März 2009 war sie auch schon in der Regierungsetage, beim damaligen Kulturreferent und 2. Bürgermeister Peter Grab dem ich ein Leseexemplar sandte, welches er vor lauter Schreck dem CSU-OB Gribl auf den Schreibtisch warf. Viele weitere Leseexemplare folgten ...

Unser Nachbar gab seinem Chef Ulrich Müllegger (damaliger persönlicher Pressereferent von OB Gribl), ein Exemplar mit den Worten: „Es wird in Augsburg so viel über Bürgerfreundlichkeit gesprochen. Hier könnte man noch etwas nachholen.“ Als der erste Schreck verebbt war, gab die Augsburger Propaganda laut. Ich hab also voll ins Schwarze getroffen, denn es folgte, was in Augsburg immer wieder zu beobachten ist:

Wenn in dieser Stadt jemand kreativ etwas zu sagen wagt, dann werden ihr/ihm von den Werbeleuten der Stadt Augsburg die Ideen geklaut und ideologisch umgedeutet.

 

O widerlicher TyrannoAugsburg Rex!

Uns wollten der OB und sein Pressereferent offensichtlich mundtot machen (was damals auch aus einem wunderlichen Verhalten der Süddeutschen Zeitung abzuleiten war, doch dazu später mehr ...), anstatt nach solch aufklärender Lektüre den korrupten Bürokratenstadel mal auszukehren.  

 

Ja, geklaut werden immer nur die Besten!  

Mir geschah der Ideenklau mit meinem satirischen Kunstgriff auf Seite 45 ff. im Buch. (zur Leseprobe als pdf - Bild anklicken) 

 

 

In meinem Buch  ‘Brillen für die Bürokratie’ spricht der Geist vom Wasserschutzgebiet aus dem Boden - kein netter Zeitgenosse, sondern einer, der die Bürger wie im Albtraum mit Verordnungen quält und ruinieren will. Tango corrupti, und wenn er rauskommt, tut er weh, klar oder?  

Im Sommer säuselte dann der „Spirit von Augsburg aus dem Boden der Innenstadt”. Die Werbeagentur m&m (wo OB Gribls damalige Freundin/heute Ehefrau jobbt) pappte für schlappe 15.000 Euro aus der Augsburger Haushaltskasse, Klebebuchstaben auf‘s Pflaster, süße Sprüche und Stöhnen: Oh, oh, wie schön ist Augsburg („gleich bist du oben ...” ho ho) und wie liebt es doch seine Bürger!

 

Liebe lügen lohnt sich nicht

Passanten schlurften achtlos über die Bodenpropaganda. Medienmäßig aber - Lokalzeitung Augsburger Allgemeine, LokalTV, LokalRadio usw. - überschlug man sich geradezu, ob dieser tollen Idee, dass da ein Geist aus dem Boden spricht.

Der Klau- und Klebebuchstabenagentur wurde gleich noch ein ‘Pressepreis’ mit ein paar Tausend Euro hinterher geworfen und die Augsburger Allgemeine schrieb sogar einen Dichterwettbewerb aus, die Agentur klebte und klebte ...

Und wenn sie nicht gestorben ist, dann klopft sie noch heute Sprüche für Augsburg, die City, das neue Zentrum, die Stadtwerke und die geplatzte Fusion, das 300Millionen-Theater usw. usf. Augsburg ist pleite, da müssen die Werbeleute feste klappern.

 

 

Berühmte Leserinnen und Leser

Zu meiner geneigten Leserschaft zähle ich u.a. Ministerpräsident Horst Seehofer - Er würdigte 2011 meine ‘Brillen für die Bürokratie’  in einem persönlichen Schreiben. 2012 wünschte uns der damalige Bundespräsident Gauck, der ja Pfarrer ist und sehr interessiert daran, was in Deutschland und Bayern schiefläuft, für die Zukunft Gottes Segen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bedankte sich herzlich, ebenso Bundesministerin Ilse Aigner u.v.m. ...