Was läuft beim Wasser in Augsburg?

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Offener Brief an den Umweltreferenten der Stadt Augsburg  5. Okt. 2017

Sehr geehrter Herr Erben,

wie Sie im Dezember 2014 in der Zeitung sagten, nimmt die Wasserkraft in Augsburg „eine schöne Entwicklung” und soll weiter ausgebaut werden.
Dass dies zugunsten privater Unternehmen, vom Umweltamt voran getrieben wird unter Verletzung der Eigentumsrechte der Anwohner und unter lebensgefährlichen Uferbaumaßnahmen, müssen Sie als Umweltreferent der Stadt Augsburg wissen. Über den Lochbach in Haunstetten, im Oberwasser des privaten Kraftwerks T 2 Settele, informierten wir Sie schon, als Sie noch einfaches Mitglied im Umweltausschuß waren, z.B. über zusammengebrochene Uferwände neben unserem Wohnhaus.

Seit 2013 waren im Umweltausschuß immer wieder Anträge der Stadtratsfraktion der Freien Wähler, wonach der Lochbach abgedichtet gehört und Betreiberin Brigitte Settele ihre Uferbaumaßnahmen künftig im Bauausschuß genehmigen lassen soll.

2015 wurde der Lochbach dann ausgebaut - ohne Planfeststellung, ohne
Bauausschuß, ohne fachliche Kontrolle. Abgedichtet wurde der Kanal nicht.


Die private Betreiberin hat ihre gewünschte Baumaßnahme mit dem Umweltamt abgesprochen. Weil die Uferwände erhöht wurden, soll auf den Anliegergrundstücken ein zusätzlicher Damm aufgeschüttet werden, und dies, obwohl im Umweltamt seit 2013 Einwendungen der Anlieger gegen eine Dammerhöhung vorliegen.
Ungeachtet dessen, versuchten am letzten Tag der Baumaßnahme zwei Damen des Umweltamts uns massiv (drohende Haftung usw.) vor Ort zur Dammaufschüttung zu bewegen. Es ist empörend, wie die beiden Amtsvertreterinnen Partei nahmen, für die Profitinteressen einer Kraftwerksbetreiberin. Eine Dammaufschüttung gegen den Willen der Eigentümer, ist eine Rechtsverletzung. Wir Anwohner müssen uns noch heute dagegen gerichtlich wehren. Überdies bezweifeln wir die Rechtmäßigkeit der Baumaßnahme.

Uferbau im Bombardierungsgebiet des 2. Weltkriegs war lebensgefährlich

Bei dieser Baumaßnahme 2015 rammten Baufirmen im Auftrag von Betreiberin Settele, 5 m lange Eisenträger im Abstand von ca. 1,50 m mit einem Schreitbagger unter schweren Erschütterungen, die im gesamten östlichen Haunstetten spürbar waren, in die Kanalsohle des Lochbachs ein (siehe beigefügte Fotos)  - Tiefe im Bachboden mind. 3,5 m. Diese Bauweise wurde gewählt, obgleich bekannt ist, dass beim Anflug auf die Messerschmitt- Rüstungswerke 1944 ein dichter Bombenteppich von ca. 1300 Sprengbomben und 3000 Brandbomben abgeworfen wurde. Es gab Detonationen unmittelbar südlich vom Kraftwerk T 2. Dort können Blindgänger liegen.

Die Baumaßnahme ohne Kampfmitteluntersuchung war „Russisches Roulette“!

Auch nach dem Fund einer Brandbombe, die von der Polizei sichergestellt wurde, hat Ihre Behörde, Herr Erben, die Baustelle weder eingestellt, noch eine Kampfmitteluntersuchung angeordnet. Die Gefährdung ging weiter.
Wir sehen dies als grob fahrlässigen Umgang mit Leib und Leben, sowohl für uns persönlich, als auch für die Bauarbeiter und zahlreiche Augsburger in der Umgebung, die von einer Detonation im städtischen Lochbach-Kanal betroffen wären.
Damit wir dieser Lebensgefahr nicht noch einmal ausgesetzt werden, haben wir heute einen Antrag an Oberbürgermeister Dr. Gribl gestellt.


Herr Erben, ein bedingungsloser Ausbau der Wasserkraft in Augsburg,
bei dem für die Privatinteressen der Betreiber, gegen die Sicherheit und
Eigentumsrechte der Anwohner an städtischen Kanälen verstoßen wird,
ist menschenfeindlich.

Als Umweltreferent tragen Sie die politische Verantwortung.

Herr Erben, treten Sie zurück!

Am Stempflesee, wo keine Wohnbebauung ist, wurde vor Beginn der Uferbauarbeiten eine Kampfmittel- untersuchung durchgeführt. - Neben Wohnhäusern am Lochbach braucht es keine?

 

 

Tiefe Rammarbeiten 2015 im Bombardierungsgebiet - ohne Kampfmitteluntersuchung

5 m lange Eisenträger im Abstand von ca. 1,50 m, mind. 3,5 m tief in die Kanalsohle - mit so einer Planung trifft man gewiß jeden Blindgänger, wenn dort im Lochbach noch welche herumliegen.

 

 

Nach der Bauordnung dürfen durch Bauarbeiten jeder Art, das Leben und die Gesundheit von Menschen nicht gefährdet werden.

Vor Baubeginn ist eine Kampfmitteluntersuchung vom Bauherrn durchzuführen. Planer, Ingenieure etc. haben bei der Planung die Pflicht zum Hinweis auf die Notwendigkeit zur Feststellung der Kampfmittelfreiheit. Baufirmen dürfen ihre Arbeit erst aufnehmen, wenn eine ordnungsgemäße Freigabe vorliegt, und bei Gefahr in Verzug dürfen sie nicht einfach weitermachen. Auch die Stadt Augsburg, Eigentümerin des Kanals und zuständige Behörde, muß der Gefahr durch Blindgänger vorbeugen und entsprechende Anordnungen treffen. - ALL DAS WURDE HIER VERSÄUMT .

Nov.2017


Lebensgefahr durch Grüne Parteispenden?            Okt.2017

 

2015 ermöglichte das Umweltamt Augsburg unter dem Grünen Umweltreferent Reiner Erben die von der Kraftwerksbetreiberin Settele gewünschte Uferbaumaßnahme im Lochbach - ohne Planfeststellung, ohne Bauausschuß und ohne Sicherheitsvorkehrungen.

Haben die Grünen zuvor von Familie Settele Parteispenden bekommen? Die Augsburgerin und Grüne Bundesvorsitzende Claudia Roth führte am 5. Mai 2015 die UNESCO-Jury , die 2018 die Wasserkraft in Augsburg zum Weltkulturerbe küren soll, in die Augsburger Altstadt. Für Fotografen schlürfte man pressewirksam am laufenden Wasser aus dem 'Altstadt Trinkwasserbrunnen von Walter Settele', der gerade kein Tröpfchen mehr spendet.

 


Strom aus Wasserkraft kommt mir nicht in die Dose!

Nie würde ich so einen Stromtarif wählen, denn ich hab’ wegen Wasserkraft in Augsburg Zigtausende Euro zuviel bezahlt - Überschwemmungen, Schäden, Anwälte, Amtsgericht, Verwaltungsgericht ... und es geht weiter bis die Sessel pfeifen!

In Augsburg wird die Stauhöhe prall überschritten. Überstau ist strafbar, aber das Umweltamt verhindert Überschwemmungen nicht. Durch meinen Garten baggerten Behörden einen Gutachterweg. Da wächst lange kein Gras mehr drüber!

Wasserbau am Ufer - ein Pfusch nach dem anderen, gewollte Zerstörung ... aber das Umweltamt klopft sich auf die Schultern. Ich würde nicht da wohnen wollen, wo Sie wohnen”, zischte der Bürokrat von der Unteren Wasserrechtsbehörde. Wenn Rechtsverletzungen und Straftaten im Zusammenhang mit Wasserkraft verübt werden, erweisen sich zuständige Behörden, Fachleute, Gutachter als servile Interessenvertretung für den Kraftwerksbetreiber und arbeiten unverhohlen zum Schaden der Anlieger am Stadtkanal. Meine Erlebnisse beschreibe ich u.a. in der Sprache der Kunst

Ich erlebe seit fünfzehn Jahren, dass mir Wasser-Bürokraten meine Lebensbasis rauben wollen. Warum das hier in Augsburg geht? Weil Größen der Lokalpolitik schützend ihre Hand darüber halten. Befangenheit hat Namen.

P:S: Die Wasserkraft von Augsburg will jetzt UNESCO Weltkulturerbe werden. Typisch - wo größter Dreck am Stecken pappt, hängt man in Augsburg ein Werbeschild drüber.      (Sep 2017)


UNESCO Welterbe - Wasserwirtschaft in Augsburg ein Vorbild für die ganze Welt?

Nicht jedes Wasserkraftwerk in Augsburg ist reif für’s UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Am großen Hochablass Wasserkraftwerk der Stadtwerke Augsburg fehlt noch immer die Fischtreppe!

Die Fischaufstiegshilfe ist Öko-Auflage und wurde geplant. Ohne Fischtreppe in Betrieb seit 2013, hat das Kraftwerk in der Staumauer beim Kuhsee noch immer keine. 2016 wurde die Planung geändert, 2017 die Änderung geändert, vor 2019 sei die Fischtreppe nicht zu erwarten (lt. Bericht Augsburger Allgemeine 20.6.2017)  Aber in Augsburg wird auch Unwirksames als „Öko-Maßnahme” deklariert, um staatliche Subventionen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG zu kassieren.

Das Video: Wie Ökostrom die Natur zerstört (Beitrag über Augsburg beginnt nach ca. 5 Min.) zeigt, dass in Augsburg ein Plastikrohr als Fischtreppe eines Wasserkraftwerks anerkannt wurde. Im Film bestätigt ein Fachmann vom Regierungsbezirk Schwaben, dass das Plastikrohr als Fischtreppe völlig unwirksam ist. Die Fische werden trotzdem in die Turbinenströmung gezogen. Öko-Zulagen für Unwirksames - das ist Subventionsbetrug!

Und 2018 bewirbt sich Augsburg mit seiner Wasserwirtschaft als Weltkulturerbe bei der UNESCO. Bereits am 5. Mai 2015 war die UNESCO-Jury in Augsburg pressewirksam zu Besuch. Die Grüne Vorsitzende Claudia Roth und Kulturreferent Weitzel führten die Besucher durch die Stadt. Für Fotografen schlürfte man an einem Augsburger Trinkwasserbrunnen, dessen Wasser oft tage- und nächtelang hektoliterweise nutzlos in den Abfluß läuft, wohin auch so manche Parteispenden fließen!

 Transparenz im Dickicht

Wasserkraft in Augsburg - Privates Kraftwerk führt Hochwasser durch rechtswidrigen Überstau herbei

Das Kraftwerk Settele T 2 am Lochbach in Augsburg überschwemmte Wohn- und Gartenhäuser. Keine Abhilfe durch zuständige Behörden, betroffene Anlieger erstatteten Strafanzeige - Staatsanwalt stellt fest: Fahrlässiges Herbeiführen von Überschwemmung, strafbar gem § 313 StPO  

Durch aufgesattelte Balken an Streichwehr und Leerschuß überschwemmte Kraftwerk Settele im Oktober 2010 die ganze Umgebung. Das Umweltamt verhinderte weitere Überschwemmungen nicht, Anwohner mußten Polizei und Feuerwehr zu Hilfe rufen. Laut Tiefbauamt hat sich die Betreiberin Brigitte Settele nicht an Anweisungen gehalten. Dennoch verhängte die Stadt Augsburg kein Bußgeld. Doch Überstauen ist verboten!  Betroffene erstatteten im Februar 2011 Strafanzeige.

Der Staatsanwalt wies fahrlässig herbeigeführte Überschwemmungen nach (Akteneinsicht!), die Betreiberin mußte ihr Vergehen einräumen, gegen Geldauflage wurde das Verfahren gem. § 153 StPO eingestellt. was bedeutet, dass erneutes Überstauen nicht mehr vorkommen sollte. 

Wie bringt ein Wasserkraftbetreiber einen Stadtkanal zum Überlaufen? 

Überschwemmungen kann ein Betreiber in Augsburg veranstalten, indem

  • er Sicherheitseinrichtungen (Leerschuß, Streichwehr, Überlauf) so umbaut, dass die Wassermenge nicht mehr abgeführt, sondern rückgestaut wird 
  • er im Winter die Wasserkraftanlage nicht eisfrei hält
  • er bei Frostperioden den Leerschuß nicht öffnet und ggf. aus dem Stau geht 

Der Betreiber ist immer verantwortlich, auch wenn die Behörden alle Augen zudrücken. Übrigens: ein ‘beheizter Leerschütz’ verhindert keine Überschwemmung im Winter! Er vermehrt nur die Ausreden, wenn wieder überschwemmt wird. Herbeiführen von Überschwemmung ist strafbar gemäß § 313 StGB. Überschwemmte können Anzeige erstatten.

Erhebliche Mängel bei der Gewässersicherheit in Augsburg

Es gibt hier keinen Führerschein, der Kraftwerksbetreiber und Hilfskräfte an ‘Verkehrsregeln’ und sachgemäßen Betrieb bindet. Es fehlen Ausbildung, Sachkunde-Nachweis bzw. eine amtliche Prüfung zum Wasserkraftbetreiber. In Augsburg kann offensichtlich jeder mit Staugewässern und -anlagen frei hantieren wie er will, selbst wenn er wiederholt strafbare Überschwemmungen damit verursacht.

 


Wasserkraft in Augsburg - Stauhöhe eingehalten? 

Zuständige Behörden sind oft überfordert, die Einhaltung von Auflagen der privaten Wasserkraftbetreiber zu kontrollieren, geschweige denn Verstöße zu ahnden.

Nach Überschwemmungen im Oktober 2010 durch rechtswidrigen Überstau am Wasserkraftwerk Settele, schrieb der Amtsleiter vom Tiefbauamt (zuständige Gewässeraufsicht): “Die Stadt Augsburg kann keinesfalls die Gewähr dafür übernehmen, dass zukünftig kein Gewässer mehr überstaut wird oder es zu keinen Ausuferungen mehr kommt. Der Zugriff von Privatpersonen auf die städtischen Gewässer kann nicht unter der ständigen Kontrolle des Tiefbauamtes liegen.”

Überstau ist rechtswidrig! Da müßte der Wasserkraftwerksbesitzer dann doch abstauen, oder? Doch der Wasserkraft-Wahnsinn von Augsburg ist nicht staugeregelt. Da wird sogar der Überstau noch Weltkultur.


Wasserkraft in Augsburg - Betreiber werden bei Überschwemmung nur von der Justiz zur Verantwortung gezogen        (Jan17)

Strafverfahren wg. Überschwemmung endete nach zwei Jahren am Landgericht - Kraftwerk muß stets eisfrei gehalten werden 

Kraftwerksbetreiber müssen Hochwasser auch im Winter verhindern. Dazu müssen sie ihre Anlagen stets eisfrei halten und ggf. aus dem Stau gehen. Dies war 2012 T 2 Settele nicht der Fall. Deshalb standen Häuser und Kleingärten am Lochbach in Augsburg - Haunstetten unter Wasser.

Anlieger erstatteten Strafanzeige. Das zweijährige Strafverfahren gegen die Betreiberin und ihre Hilfskraft wg. Herbeiführen von Überschwemmung gem § 313 StGB endete am Landgericht. Die Beklagten mußten einsehen, dass es keinen Freispruch für sie gibt. Die Vorwürfe waren erwiesen, das Verfahren wurde eing. gem.§ 153StPO. Da darf zukünftig kein Eisgang mit Überschwemmung mehr passieren.

Wollte der damalige Ordnungsreferent Volker Ullrich die wahre Überschwemmungsursache vertuschen?

Unten: Zwei Tage mußte die Feuerwehr am T 2 Settele anrücken - Überschwemmungen 2012 


Wasserprüfsucht in Augsburg - Über 150 Pflanzenschutzmittel im Trinkwasserschutzgebiet?

Laut Gesundheitsamt Augsburg würden im Frühjahr hier im Wasserschutzgebiet massiv Pflanzenschutzmittel (PSM) „in Kleingärten ausgebracht”, auch wenn diese seit Jahrzehnten nicht mehr im Handel sind.

Mit der Begründung, weil Kleingärten in der Nähe sind , sollten die Bewohner eines Einfamilienhauses im Trinkwasserschutzgebiet am Lochbach in Augsburg-Haunstetten ihren Hausbrunnen auf 150 PSM testen lassen. Doch sie sind die einzigen, die hier eine so umfangreiche Trinkwasseruntersuchung machen müssen!

Stadtwerke Augsburg testen nur 70 Stoffe - Die Stadtwerke Augsburg untersuchen ihr Wasser am Lochbachwasserwerk, im gleichen Grundwasserstrom lediglich auf 70 dieser Stoffe. Leider durften wir die Laborwerte der Stadtwerke nicht erfahren. Das Gesundheitsamt gab hierzu lediglich Auskunft, dass diese PSM nicht nachgewiesen worden seien. Warum vermutet es dann hier im Wasserschutzgebiet so viele weitere PSM? Nur um speziell diese Anwohner mit überbordenden Analysen zu traktieren?

 Liste über 150 PSM    

Übrigens: Atrazin fand man 2013 im Notbrunnen M 16 der Stadt Augsburg.

Andere Gemeinden und Wasserversorger (z.B. Buchloe) machen die Laborberichte ihrer Wasseranalysen der Öffentlichkeit detailliert zugänglich. Warum nicht auch Augsburg?   (Mrz16)

 

 

 

 

Brillen für die Bürokratie Satire von Karin Brandl zum Wasserschutz in Augsburg

ISBN 978-3-932669-09-5, 12,80 Euro  lieferbar -  erhältlich im Buchhandel

Verordnungswut, Genehmigungs- wahnsinn, Willkür - wie Bürokraten Wasserschutz mißbrauchen können.

Rezension (DAZ Augsburg)


Wasserschutz in Augsburg - Bürokraten bekämpften einen privaten Abwasserkanal, den sie per Verordnung selbst verlangten

„Wollte euer Häusl jemand haben?” fragte die Stadträtin, der wir die vielen bürokratischen Hürden bei unserem Kanal schilderten.

„Von sich aus wird ein Amt so nicht tätig. Hinter sowas steckt immer ein Nachbar!” sagte sie. Bauamt, Denkmalschutz, Abwasserbetrieb, Umweltbehörde, Wasserbau, Straßenbeleuchtung ... , alles eignet sich. Aus heiterem Himmel errichten Bürokraten Anwohnern beim Umbau ihres Häuschens Hürden. Ist die eine bewältigt, folgt die nächste. - Wem das passiert, der sollte an gut vernetzte Privatpersonen denken. Vielleicht begehrt jemand die Immobilie und benutzt die willfährige Verwaltung?

 

2002 begann der holprige Genehmigungsweg, mit bürokratischen Blockaden dauerte es 5 Jahre, aber dann war der private Abwasserkanal fertig! Daraus entstand das Buch Brillen für die Bürokratie

Wie später das Bayerische Staatsministerium für Umwelt feststellte, hätte die Stadt Augsburg den Kanal selber legen müssen. Er wurde nur zur Auflage gemacht, weil man die Herstellung des privaten Kanals verhindern wollte.

Ein Siedlerhaus, modern umgebaut

Wie gewissenlose Bürokraten ihren Mitbürgern persönlich schaden


kurz notiert ...

Weltkriegsbombe im Lochbach gefunden Bombenteppich vom Krieg noch immer ein Risiko. 2015 fanden Arbeiter beim Baggern eine Bombe


Kraftwerk T 2 am Lochbach ist WKW 2  Amtliche Bezeichnung der Augsburger Wasserkraftanlagen war schon immer "Triebwerke" Abk. T, TW oder Tr, jetzt auch WKW für "Wasserkraftwerk". Kraftwerk Settele, T 2 am Lochbach in Augsburg, ist identisch WKW 2 am Lochbach, nahebei Martinistraße 26 im Stadtteil Haunstetten, Betreiber Brigitte Settele  Hochwasser


Nimmt die CSU Einfluß auf das Verwaltungs- gericht?  Anlieger am Lochbach in Augsburg klagten gegen einen Bescheid vom Umweltamt über Baggerschürfe, Tiefbohrungen und Rammsondierungen des Wasserkraftbetreibers vom T 2 in ihrem Garten. Vor Gericht erschien ein befangener ehrenamtlicher Richter - ein CSU-Stadtrat der im Umweltausschuß mit der Sache befaßt war und zudem ein Spezi des T 2-Betreibers ist. mehr dazu ...


Der Lochbach verliert zuviel Wasser! Aber die “Kanäle von Augsburg müssen nicht dicht sein” - diese Ansicht hat die Stadt Augsburg seit vielen Jahren vertreten. Wer ein Kanalbett nicht abdichten will, bekommt ein Problem mit Wasserverlust...mehr ..


Kleine Wasserkraftwerke (unter 1000 KW) sind wegen der verheerenden ökologischen Auswirkungen nicht in öffentlichem Interesse. Politiker, die diese Kleinwasserkraft fördern wollen, stehen offensichtlich im Dienste privater Interessen. mehr dazu ...


Trinkwasser-Schutzzone WIII a1 - SPD Augsburg will Kleingartenanlagen erweitern - lt. Schutzverordnung verboten! Dennoch stellten die SPD-Stadträte Margarete Heinrich und Dieter Benkard am 7. Juli 2016 einen Antrag auf Erweiterung der Vereins-Kleingartenanlage auf dieser Wiese in Haunstetten. Haben die Stadträte an Erschließung und Wasserschutz gedacht? Auch Gemüsegärtner fahren mit dem Auto ...   mehr lesen ...  

Trinkwasserschutz WSG-VO (pdf) 

Schutzgebietskarte (pdf)


Hochwasser-Kunst aus Augsburg

Ihr vollgelaufener Keller inspirierte die Augsburger Künstlerin Karin Brandl zu einer Objektinstallation aus verfremdeten Wasserflaschen, die ‚Herbeigeführtes Hochwasser durch ein Wasserkraftwerk‘ enthalten. Gezeigt im Hochwasser-Museum von Ottfried Fischer, Passau 4.-27.9.2015 Kunstausstellung VBK in verdi mehr...


Zitat einer historischen öffentlichen Bekanntmachung der Stadt Augsburg:

Vorschriften über das Eisnen in den städtischen Werkkanälen

1. Das Eisnen in den Werkkanälen obliegt den Wasserwerkbesitzern.

2. Bei großer Kälte, rauhen Ost- und Nordwinden, großem Schneefall und plötzlichem Tauwetter ist dem Eisgang ununterbrochene Aufmerksamkeit zuzuwenden; bei starkem Eisgang sind sogleich die Pansterräder und Leerschützen aufzuziehen, die Wasserrechen und die Leerschußöffnungen vom Eise freizuhalten; besonders zur Nachtzeit auch darauf zu achten, dass sich die Rechen und Leerschußöffnungen nicht mit Eis verstopfen.

3. Bei Eisverstopfungen und dadurch verursachtes Anschwellen des Wassers vor dem Werke sind sogleich die nächsten Oberlieger und Anlieger, sowie sämtliche Unterlieger zu verständigen, damit dieselben die geeigneten Vorkehrungen treffen ...

4. Die zum Eisnen nötigen Geräte sind zu beschaffen und in brauchbarem Zustande zu erhalten.

5. Den Anordnungen des städtischen Bauamtspersonals über Wasserführung und Eisnen ist sofort Folge zu leisten.

6. Das mit der Bedienung der Wasserwerke beschäftigte Personal ist auf Einhaltung der Vorschriften Ziff. 2 - 5 fortgesetzt aufmerksam zu machen.

7. Wenn ein Wasserwerkbesitzer die ihm bezüglich des Eisnens oder der Wasserführung obliegenden Arbeiten oder sonstigen Vorkehrungen auszuführen unterläßt, werden dieselben sofort auf Kosten des Säumigen durch das Stadtbauamt ausgeführt. Der schuldige Wasserwerkbesitzer haftet für allen durch seine Unterlassung herbeigeführten Schaden.

8. Muß wegen Wassermangels zeitlich eine Minderung des Wassers in einzelnen Kanälen eintreten, so hat sich jeder Wasserwerksbesitzer den Anordnungen des Stadtbauamtes zu fügen; Beschwerde an den Stadtrat bleibt vorbehalten.

Bemerkung: Eine geregelte Wasserführung sowie die Verhütung von Eisverstopfungen und Überschwemmungen wird durch genaue Einhaltung obiger Vorschriften bedingt.

 


Wissenschaft:

Wasserkraft nicht klimaneutral Staugewässer setzen nämlich eine Menge klimaschädlicher Emissionen frei. Die Probleme sind seit Jahren bekannt. Laut einer im Fachmagazin BioScience veröffentlichten Analyse wurden diese aber bisher deutlich unterschätzt. Die in Stauseen entstehenden Treibhausgase relativieren die CO2-Einsparungen der Wasserkraft sogar teilweise.

Stauseen sind Emissions-Schleudern Durch das Aufstauen kommt es am Grund eines Gewässers zur Ansammlung organischer Stoffe. An Land verrotten Pflanzenreste zu Humus. Unter Wasser ohne Sauerstoffzufuhr entsteht Schlamm, in dem Gärprozesse stattfinden. Durch Mikroorganismen und Bakterien entstehen u.a. Methangas das den Treibhauseffekt 34-mal stärker anheizt als Kohlendioxid (CO2), sowie Lachgas, das 298-mal klimarelevanter ist als das CO2. In den Klimamodellen der Vereinten Nationen fehlen diese Emissionen noch immer, aber weltweit werden Tausende neuer Stauseen gebaut, die nach Fertigstellung große Mengen weiterer Treibhausgase ausstoßen. 

Weiterführende Links:

Das Schreckgespenst aus dem Stausee

Das schmutzige Geheimnis der Wasserkraft


Lokalpolitiker die sich nur um’s Image kümmern, machen vor den wahren Problemen die Augen zu oder sind selbst ein Teil davon.

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