Was läuft beim Wasser in Augsburg?

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Es läuft einiges schief bei Wasserschutz und Wasserkraft in Augsburg - am ‘Lochbach’, einem Lechkanal, der im Wasserschutzgebiet Augsburg-Haunstetten östlich der Martinistraße fließt. Was Bürokraten gern unter den Teppich kehren, ist von öffentlichem Interesse.    buerokraten.alchima.de  - Transparenz seit 2009


Stadt Augsburg ordnet trotz Bombenfund im Lochbach keine Kampfmitteluntersuchung an - die Gefährdung kann sich wiederholen! 

Menschen und Häuser in der Martinistraße gefährdet

Wenn hier ein Weltkriegs-Blindgänger explodiert, werden viele betroffen!

Beim Uferbau vom Kraftwerk Settele wurden 2015 im Lochbach 5 m lange Eisenträger 3,5 m tief in den Bachboden gerammt, ohne vorherige Kampfmitteluntersuchung des Baugrundes. Lt. Stadt Augsburg “liegt die Verantwortung für Gefährdungen durch Kampfmittel bei den Bauherren und den bauausführenden Firmen”. Die Wasserkraftwerksbetreiberin hätte demnach eine solche Untersuchung machen müssen. denn Haunstetten wurde einst bombardiert. 

Als beim Ausbaggern im Lochbach eine Weltkriegs-Brandbombe gefunden wurde, holte die Polizei sie ab. Danach rammten die Firmen blind weiter, obwohl Anwohner bei den bauausführenden Ingenieuren und Firmen nachfragten, ob diese garantieren können, dass keine Blindgänger vorhanden sind. Doch alle vom Umweltamt als ‘Bauleiter’ genannten Personen lehnten jede Verantwortung ab. Auch die Stadt Augsburg ordnete trotz Bombenfund keine Kampfmitteluntersuchung an - weder 2015, noch für die Zukunft.

 

Welche Gewalt so eine Explosion haben kann, zeigte sich 2012 in München-Schwabing siehe Video wo ein ganzer Straßenzug bei der Explosion einer Weltkriegsbombe getroffen wurde und Dachstühle brannten.

 

 

Wir erkennen für Augsburg-Haunstetten eine grob fahrlässige Gefährdung von Leib und Leben, sowohl für die Anwohner, als auch für die Bauarbeiter und zahlreiche Menschen in der Umgebung, die von einer Detonation im Lochbach tödlich getroffen werden können.  

Wegen der Versäumnisse beim Uferbau 2015, beantragten bedrohte Anwohner 2017 bei Augsburgs OB Kurt Gribl, dass die Stadt Augsburg in Zukunft im Lochbach eine Kampfmitteluntersuchung zur Auflage macht. - Doch die allgemeine Sicherheit zählt hier offenbar nicht. 

 

Es gab leider keine Zusage der Stadt Augsburg für eine zwingende Auflage! D.h. die Bürger in Augsburg-Haustetten müssen damit rechnen, dass bei zukünftigen Uferbaumaßnahmen im Lochbach wieder blind und ohne verantwortlichen Bauleiter gerammt wird, so wie 2015.

Umweltreferent Reiner Erben erklärte sich zuständig. Das Umweltamt war 2015 mit der Sache befaßt. Für den Umweltreferenten und das Umweltamt “liegt die Verantwortung für Gefährdungen durch Kampfmittel bei den Bauherren und den bauausführenden Firmen” so das Schreiben vom 25.10.2017, Z. 321-Ha, Ansprechpartner Fr. Miller, Fr. Hafner, Umweltamt Augsburg Untere Wasserrechtsbehörde, gez. Reiner Erben. - Die private Wasserkraftwerksbetreiberin Brigitte Settele und ihre beauftragten Baufirmen sind also demnach verantwortlich, wenn etwas passiert? Wissen die bei der Stadt Augsburg, dass Schäden durch Kampfmittel als ‘Kriegseinwirkungen’ gelten können, für die vielleicht keine Versicherung zahlt, wenn durch solchen Leichtsinn z.B. ein Haus zerstört wird?

 

 

In Bombardierungsgebiet blind gerammt!

Eine Kampfmitteluntersuchung des Bachbodens, die bei solch tiefen Rammarbeiten zwingend erforderlich ist, hat es nie gegeben, auch nicht nach dem Bombenfund.

 

 

 

Einstweilen versuche ich in der Sprache der Kunst, die Vorstellungskraft für die Gefahr zu wecken ...


Offener Brief an den Umweltreferenten von Augsburg  

5. Okt. 2017

Sehr geehrter Herr Erben,

wie Sie im Dezember 2014 in der Zeitung sagten, nimmt die Wasserkraft in Augsburg „eine schöne Entwicklung” und soll weiter ausgebaut werden.
Dass dies zugunsten privater Unternehmen, vom Umweltamt voran getrieben wird unter Verletzung der Eigentumsrechte der Anwohner und unter lebensgefährlichen Uferbaumaßnahmen, müssen Sie als Umweltreferent der Stadt Augsburg wissen. Über den Lochbach in Haunstetten, im Oberwasser des privaten Kraftwerks T 2 Settele, informierten wir Sie schon, als Sie noch einfaches Mitglied im Umweltausschuß waren, z.B. über zusammengebrochene Uferwände neben unserem Wohnhaus.

Seit 2013 waren im Umweltausschuß immer wieder Anträge der Stadtratsfraktion der Freien Wähler, wonach der Lochbach abgedichtet gehört und Betreiberin Brigitte Settele ihre Uferbaumaßnahmen künftig im Bauausschuß genehmigen lassen soll.

2015 wurde der Lochbach dann ausgebaut - ohne Planfeststellung, ohne
Bauausschuß, ohne fachliche Kontrolle. Abgedichtet wurde der Kanal nicht.


Die private Betreiberin hat ihre gewünschte Baumaßnahme mit dem Umweltamt abgesprochen. Weil die Uferwände erhöht wurden, soll auf den Anliegergrundstücken ein zusätzlicher Damm aufgeschüttet werden, und dies, obwohl im Umweltamt seit 2013 Einwendungen der Anlieger gegen eine Dammerhöhung vorliegen.
Ungeachtet dessen, versuchten am letzten Tag der Baumaßnahme zwei Damen des Umweltamts uns massiv (drohende Haftung usw.) vor Ort zur Dammaufschüttung zu bewegen. Es ist empörend, wie die beiden Amtsvertreterinnen Partei nahmen, für die Profitinteressen einer Kraftwerksbetreiberin. Eine Dammaufschüttung gegen den Willen der Eigentümer, ist eine Rechtsverletzung. Wir Anwohner müssen uns noch heute dagegen gerichtlich wehren. Überdies bezweifeln wir die Rechtmäßigkeit der Baumaßnahme.

Uferbau im Bombardierungsgebiet des 2. Weltkriegs war lebensgefährlich

Bei dieser Baumaßnahme 2015 rammten Baufirmen im Auftrag von Betreiberin Settele, 5 m lange Eisenträger im Abstand von ca. 1,50 m mit einem Schreitbagger unter schweren Erschütterungen, die im gesamten östlichen Haunstetten spürbar waren, in die Kanalsohle des Lochbachs ein (siehe beigefügte Fotos)  - Tiefe im Bachboden mind. 3,5 m. Diese Bauweise wurde gewählt, obgleich bekannt ist, dass beim Anflug auf die Messerschmitt- Rüstungswerke 1944 ein dichter Bombenteppich von ca. 1300 Sprengbomben und 3000 Brandbomben abgeworfen wurde. Es gab Detonationen unmittelbar südlich vom Kraftwerk T 2. Dort können Blindgänger liegen.

Die Baumaßnahme ohne Kampfmitteluntersuchung war „Russisches Roulette“!

Auch nach dem Fund einer Brandbombe, die von der Polizei sichergestellt wurde, hat Ihre Behörde, Herr Erben, die Baustelle weder eingestellt, noch eine Kampfmitteluntersuchung angeordnet. Die Gefährdung ging weiter.
Wir sehen dies als grob fahrlässigen Umgang mit Leib und Leben, sowohl für uns persönlich, als auch für die Bauarbeiter und zahlreiche Augsburger in der Umgebung, die von einer Detonation im städtischen Lochbach-Kanal betroffen wären.
Damit wir dieser Lebensgefahr nicht noch einmal ausgesetzt werden, haben wir heute einen Antrag an Oberbürgermeister Dr. Gribl gestellt.


Herr Erben, ein bedingungsloser Ausbau der Wasserkraft in Augsburg,
bei dem für die Privatinteressen der Betreiber, gegen die Sicherheit und
Eigentumsrechte der Anwohner an städtischen Kanälen verstoßen wird,
ist menschenfeindlich.

Als Umweltreferent tragen Sie die politische Verantwortung.

Herr Erben, treten Sie zurück!


Lebensgefahr durch Grüne Parteispenden?           

2015 ermöglichte das Umweltamt Augsburg unter dem Grünen Umweltreferent Reiner Erben die von der Kraftwerksbetreiberin Brigitte Settele gewünschte Uferbaumaßnahme im Lochbach - ohne Planfeststellungverfahren, ohne Bauausschuß und ohne Sicherheitsvorkehrungen.

Auch für zukünftige Uferbaumaßnahmen vom Kraftwerk Settele gibt es keine Auflage einer Kampfmitteluntersuchung. Die Betreiberin kann machen was sie will, und die Behörden kuschen. 

Haben die Grünen von Familie Settele Parteispenden bekommen? 

z.B. 2015 - Die Augsburgerin und Grüne Bundesvorsitzende Claudia Roth führte am 5. Mai 2015 die UNESCO-Jury, welche 2018 die ‘Wasserkraft in Augsburg’ zum Weltkulturerbe küren soll, in die Augsburger Altstadt. Für Fotografen schlürfte man pressewirksam am laufenden Wasserhahn des ‘Trinkwasserbrunnen von Walter Settele', der zurzeit grade kein Tröpfchen spendet.

Parteispender sollten - in öffentlichem Interesse - von allen Parteien offen genannt werden

Parteispenden dürfen nicht zur Begünstigung der Spender führen

Parteispenden dürfen nicht dazu führen, dass zugunsten privater Interessen die Rechte von Bürgern mißachtet werden


Ist das Wassersystem in Augsburg ein Vorbild für die ganze Welt?

Nicht jedes Wasserkraftwerk in Augsburg ist reif für’s UNESCO Weltkulturerbe.

 

U.a. mit dem Hochablass am Kuhsee bewirbt sich Augsburg bei der UNESCO als Weltkulturerbe, aber am Hochablass Wasserkraftwerk der Stadtwerke Augsburg fehlt noch immer die Fischtreppe!

Die geplante Fischaufstiegshilfe ist Öko-Auflage, doch das Kraftwerk in der Staumauer beim Kuhsee ist ohne Fischtreppe in Betrieb seit 2013. 2016 wurde die Planung geändert, 2017 die Änderung geändert, vor 2019 sei die Fischtreppe nicht zu erwarten (lt. Bericht Augsburger Allgemeine 20.6.2017) 

Aber in Augsburg wird auch Unwirksames als „Öko-Maßnahme” deklariert, um staatliche Subventionen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG zu kassieren. Das Video: Wie Ökostrom die Natur zerstört (Beitrag über Augsburg beginnt nach ca. 5 Min.) zeigt, dass ein Plastikrohr als Fischtreppe eines Wasserkraftwerks anerkannt wurde. Im Film bestätigt ein Fachmann vom Regierungsbezirk Schwaben, dass dies als Fischtreppe völlig unwirksam ist. Die Fische werden trotzdem in die Turbinenströmung gezogen. Öko-Zulagen für Unwirksames - das ist Subventionsbetrug!

Im Januar 2018 bewirbt sich Augsburg mit seinem ‘Wassermanagementsystem’ d.h. seiner Wasserwirtschaft, Wasserkraft, Wasserkunst usw. als Weltkulturerbe bei der UNESCO.

Bereits am 5. Mai 2015 war die UNESCO-Jury in Augsburg pressewirksam zu Besuch. Die Grüne Vorsitzende Claudia Roth und Kulturreferent Weitzel führten die Besucher durch die Stadt. Für Fotografen schlürfte man pressewirksam am Altstadt Trinkwasserbrunnen von Walter Settele, dessen Wasser oft tage- und nächtelang hektoliterweise nutzlos in den Abfluß läuft, wohin auch so manche Parteispenden fließen! Hoffentlich wird dieser Brunnen auch auf 150 Pflanzenschutzmittel getestet, wenn da so viele Touristen draus schlabbern. 

 Transparenz im Dickicht

Privates Wasserkraftwerk überstaut und führt Hochwasser herbei

Kraftwerk Settele T 2 am Lochbach in Augsburg überschwemmte Wohn- und Gartenhäuser. Zuständige Behörden verhinderten das Überstauen nicht, betroffene Anlieger erstatteten Strafanzeige - lt. Staatsanwalt: Fahrlässiges Herbeiführen von Überschwemmung, strafbar gem § 313 StGB 

Durch aufgesattelte Balken an Streichwehr und Leerschuß überschwemmte Kraftwerk Settele im Oktober 2010 die ganze Umgebung. Das Umweltamt verhinderte die Überschwemmungen nicht, Anwohner mußten Polizei und Feuerwehr zu Hilfe rufen. Laut Tiefbauamt hat sich die Betreiberin Brigitte Settele nicht an Anweisungen gehalten. Dennoch verhängte die Stadt Augsburg kein Bußgeld. Überstauen ist verboten!  Betroffene erstatteten im Februar 2011 Strafanzeige. Der Staatsanwalt wies fahrlässig herbeigeführte Überschwemmungen nach (Akteneinsicht!), die Betreiberin mußte ihr Vergehen einräumen, gegen Geldauflage wurde das Verfahren gem. § 153 StPO eingestellt. was bedeutet, dass erneutes Überstauen nicht mehr vorkommen sollte.  mehr zu diesen flächendeckenden Überschwemmungen ...


Wassermanagementsystem in Augsburg - Stauhöhe eingehalten? 

Zuständige Behörden sind oft blind, die Einhaltung der Sicherheit und korrekten Stauhöhe der privaten Wasserkraftwerksbetreiber zu erkennen.   

Anläßlich der Überschwemmungen im Oktober 2010 hat das Tiefbauamt das Wasserkraftwerk Settele kontrolliert, ohne jedoch die aufgesattelten Balken gesehen zu haben (gem. Polizeiprotokoll!). Deshalb gab es wiederholte Überschwemmungen. Dabei sahen doch alle Nachbarn, wie die Betreiberin damals das Streichwehr bei Umbauten am Kraftwerk massiv erhöhen ließ. Das WWA Donauwörth bestätigte es. Aber “Die Stadt Augsburg kann keinesfalls die Gewähr dafür übernehmen, dass zukünftig kein Gewässer mehr überstaut wird oder es zu keinen Ausuferungen mehr kommt.” heißt es in einem Schreiben.

Überstauen ist rechtswidrig! Da müßten die Behörden doch abstauen lassen? Oder sollen die Augsburger Bürger ihre Gewässersicherheit jetzt selber managen?  


Eisbrecher am Lochbach Wo trompetet ein Leerschütz der Schneekönigin ins Ohr? Wie kalt wird es wohl im Februar? Welcher Bürokrat ist dann zuständig? Doch nicht ich? Ich kann doch da gar nix sagen.  - Nimm deine Präsente und schade niemand!        

Wasserkraftbetreiber werden in Augsburg nur von der Justiz zur Verantwortung gezogen       

Strafverfahren wg. Überschwemmung endete nach zwei Jahren am Landgericht - Kraftwerk muß stets eisfrei gehalten werden 

Kraftwerksbetreiber müssen Hochwasser auch im Winter verhindern. Dazu müssen sie ihre Anlagen stets eisfrei halten und ggf. aus dem Stau gehen. Dies war 2012 am Lochbachkraftwerk T 2 Settele nicht der Fall. Deshalb standen Häuser und Kleingartenanlagen in Augsburg-Haunstetten unter Wasser. Anlieger erstatteten Strafanzeige. Das zweijährige Strafverfahren gegen die Betreiberin und ihre Hilfskraft wg. Herbeiführen von Überschwemmung gem § 313 StGB endete am Landgericht. Die Beklagten mußten einsehen, dass es keinen Freispruch für sie gibt. Die Vorwürfe waren erwiesen, das Verfahren wurde eing. gem.§ 153 StPO. Da darf zukünftig kein Eisgang mit Überschwemmung mehr passieren.

Wollte der damalige Ordnungsreferent Volker Ullrich die wahre Überschwemmungsursache vertuschen?

Unten: Zwei Tage mußte die Feuerwehr am Wasserkraftwerk Settele, Lochbach Martinistraße anrücken 

Wie bringt man einen Stadtkanal in Augsburg zum Überlaufen? 

Überschwemmungen kann ein Wasserkraftwerksbetreiber veranstalten, indem

  • er Sicherheitseinrichtungen wie z. B. Leerschuß/Streichwehr so hoch aufbaut, dass das Wasser nicht abgeführt sondern rückgestaut wird
  • er im Winter die Wasserkraftanlage einfrieren läßt, was auch zum Rückstau führen kann
  • er bei Frostperioden den Leerschuß nicht öffnet und ggf. aus dem Stau geht 

Der Betreiber ist immer verantwortlich, auch wenn die Behörden alle Augen zudrücken. Übrigens: ein ‘beheizter Leerschütz’ verhindert keine Überschwemmung im Winter. Er vermehrt nur die Ausreden, wenn wieder überschwemmt wird! Herbeiführen von Überschwemmung ist strafbar gemäß § 313 StGB. Gefährdete Anlieger können Anzeige erstatten! 

Erhebliche Mängel beim Wassermanagement in Augsburg

Man muß das Betreiben eines Kraftwerks nicht erlernt haben: es gibt hier keinen Führerschein, der Kraftwerksbetreiber und Hilfskräfte an so etwas wie ‘Verkehrsregeln’ und sachgemäßen Wasserkraftwerksbetrieb bindet. Man braucht keinen Sachkunde-Nachweis und keine amtliche Prüfung zum Umgang mit einem Staugewässer. Wohin das führen kann, ist hier zu sehen .... 

 


Werden in Augsburg über 150 Pflanzenschutzmittel im Trinkwasserschutzgebiet versprüht?

Laut Gesundheitsamt Augsburg würden im Frühjahr hier im Wasserschutzgebiet Augsburg-Haunstetten massiv Pflanzenschutzmittel (PSM) „in Kleingärten ausgebracht”, auch wenn diese Stoffe seit Jahrzehnten nicht mehr im Handel sind. - Absurd!

„Weil Kleingärten in der Nähe sind”, so die Begründung des Gesundheitsamtes, sollten die Bewohner eines Einfamilienhauses im Trinkwasserschutzgebiet am Lochbach in Augsburg-Haunstetten ihren Hausbrunnen auf 150 PSM testen lassen. Doch sie sind die einzigen, die hier eine so umfangreiche Trinkwasseruntersuchung machen müssen! Selbst die Stadtwerke Augsburg testen nur 70 Stoffe am Lochbachwasserwerk, im gleichen Grundwasserstrom. Leider durften wir die Laborwerte der Stadtwerke nicht erfahren. Das Gesundheitsamt gab hierzu lediglich Auskunft, dass diese PSM nicht nachgewiesen worden seien. Warum vermutet es dann ausgerechnet hier im Wasserschutzgebiet so viele weitere PSM? Nur um speziell diese Anwohner mit überbordenden Analysen zu traktieren?

 Liste über 150 PSM    

Aus dem Notbrunnen M 16 der Stadt Augsburg wollen wir lieber kein Wasser. Andere Gemeinden und Wasserversorger (z.B. Buchloe) machen die Laborberichte ihrer Wasseranalysen der Öffentlichkeit detailliert zugänglich. Warum nicht auch Augsburg?  (Mrz16)

 

 

 

Achtung! Aktuell beobachten wir konstante Überschreitung der festgelegten Stauhöhe in Augsburg am Lochbach Kraftwerk T 2 Settele - Januar 2018 - Überstauen ist verboten


Brillen für die Bürokratie Satire von Karin Brandl zum Wasserschutz in Augsburg

ISBN 978-3-932669-09-5, 12,80 Euro  lieferbar -  erhältlich im Buchhandel

Eine kurzsichtige Bürokratenschaft will Josefa und Franz ihr Haus im Wasserschutzgebiet mit allerlei Hinterlist entreißen. Doch die beiden lassen sich nicht entmutigen. Es geht um ihre Heimat, der ein Kanal fehlt. Sie kämpfen sich durch den Bürokratendschungel, in dem ein böser Geist regiert ...

Rezension in der DAZ Augsburg


Wasserschutz in Augsburg - Bürokraten bekämpften einen privaten Abwasserkanal, den sie per Verordnung selbst verlangten

„Wollte euer Häusl jemand haben?” fragte die Stadträtin, der wir die vielen bürokratischen Hürden bei unserem Kanal schilderten.

„Von sich aus wird ein Amt so nicht tätig. Hinter sowas steckt immer ein Nachbar!” sagte sie. Bauamt, Denkmalschutz, Abwasserbetrieb, Umweltbehörde, Wasserbau, Straßenbeleuchtung, all das eignet sich. Aus heiterem Himmel errichten Bürokraten Anwohnern beim Umbau ihres Häuschens Hürden. Ist die eine bewältigt, folgt die nächste. - Wem das passiert, der sollte an gut vernetzte Privatpersonen denken. Vielleicht begehrt jemand die Immobilie und benutzt die willfährige Verwaltung?

 

2002 begann der holprige Genehmigungsweg. Mit bürokratischen Blockaden dauerte es 5 Jahre, aber dann war der private Abwasserkanal fertig! Daraus entstand das Buch Brillen für die Bürokratie

Wie später das Bayerische Staatsministerium für Umwelt feststellte, hätte die Stadt Augsburg den Kanal selber legen müssen. Er wurde den Anwohnern nur zur Auflage gemacht, weil man die Realisierung des privaten Anschlußkanals verhindern wollte.

Ein Siedlerhaus, modern umgebaut

Wie gewissenlose Bürokraten ihren Mitbürgern persönlich schaden


kurz notiert ...

Weltkriegsbombe im Lochbach gefunden Bombenteppich vom Krieg noch immer ein Risiko. 2015 fanden Arbeiter beim Baggern eine Bombe ...


Kraftwerk T 2 am Lochbach ist WKW 2  Amtliche Bezeichnung der Augsburger Wasserkraftanlagen war schon immer "Triebwerke" Abk. T, TW oder Tr, jetzt auch WKW für "Wasserkraftwerk". Das Kleinst-  Kraftwerk Settele, T 2 am Lochbach in Augsburg, ist identisch WKW 2 am Lochbach, Betreiber: Brigitte Settele, Martinistraße 26 im Stadtteil Haunstetten  Hochwasser


Stromerzeugung ist keine selbstlose Tat! Wasserkraftbetreiber in Augsburg schmücken sich gerne damit, dass sie mit ihrem kleinen Kraftwerk soundsoviele Haushalte “mit Energie versorgen”. Den erzeugten Strom verschenken sie aber nicht an ihre Mitbürger, sondern lassen ihn sich teuer bezahlen. mehr ...

Der blutige Strom aus Wasserkraft kommt mir nicht in die Dose! Nie würde ich so einen Tarif wählen.


Nimmt die CSU Einfluß auf das Verwaltungsgericht?  Anlieger am Lochbach in Augsburg klagten gegen einen Bescheid vom Umweltamt über Baggerschürfe, Tiefbohrungen und Rammsondierungen des Wasserkraftbetreibers vom T 2 in ihrem Garten. Vor Gericht erschien ein befangener ehrenamtlicher Richter - ein CSU-Stadtrat der im Umweltausschuß mit der Sache befaßt war und zudem ein Spezi des T 2-Betreibers ist. mehr dazu ...


Der Lochbach verliert zuviel Wasser! Aber die “Kanäle von Augsburg müssen nicht dicht sein” - diese Ansicht hat die Stadt Augsburg jahrelang vertreten. Aber wer ein Kanalbett nicht abdichten will, bekommt ein Problem mit Wasserverlust... mehr ..

Wasserlöcher hinter der hölzernen Uferwand 


Kleinwasserkraftwerke (unter 1000 KW) sind wegen der verheerenden ökologischen Auswirkungen nicht in öffentlichem Interesse. Politiker, die diese Kleinwasserkraft fördern wollen, stehen offensichtlich im Dienste privater Interessen. mehr dazu ...


Trinkwasser-Schutzzone WIII a1 - SPD Augsburg will Kleingartenanlagen erweitern - lt. Schutzverordnung verboten! Dennoch stellten die SPD-Stadträte Margarete Heinrich und Dieter Benkard am 7. Juli 2016 einen Antrag auf Erweiterung der Vereins-Kleingartenanlage auf dieser Wiese in Haunstetten. Haben die Stadträte an Erschließung und Wasserschutz gedacht? Auch Gemüsegärtner fahren mit dem Auto ...   mehr lesen ...  

Trinkwasserschutz WSG-VO (pdf) 

Schutzgebietskarte (pdf)


Hochwasser-Kunst aus Augsburg

Ihr vollgelaufener Keller inspirierte die Augsburger Künstlerin Karin Brandl zu einer Objektinstallation aus verfremdeten Wasserflaschen, die ‚Herbeigeführtes Hochwasser durch ein Wasserkraftwerk‘ enthalten. Gezeigt im Hochwasser-Museum von Ottfried Fischer, Passau 4.-27.9.2015 Kunstausstellung VBK in verdi mehr...

Herbeigeführtes Hochwasser in Flaschen von Karin Brandl wird Weltkultur, wenn Augsburg mit seinem Wasser von der UNESCO-Jury auserwählt wird!


Filz geht mit Seife 

Filz-Kunst in Augsburg soll UNESCO-Weltkulturerbe werden.


Zitat einer historischen öffentlichen Bekanntmachung der Stadt Augsburg:

Vorschriften über das Eisnen in den städtischen Werkkanälen

1. Das Eisnen in den Werkkanälen obliegt den Wasserwerkbesitzern.

2. Bei großer Kälte, rauhen Ost- und Nordwinden, großem Schneefall und plötzlichem Tauwetter ist dem Eisgang ununterbrochene Aufmerksamkeit zuzuwenden; bei starkem Eisgang sind sogleich die Pansterräder und Leerschützen aufzuziehen, die Wasserrechen und die Leerschußöffnungen vom Eise freizuhalten; besonders zur Nachtzeit auch darauf zu achten, dass sich die Rechen und Leerschußöffnungen nicht mit Eis verstopfen.

3. Bei Eisverstopfungen und dadurch verursachtes Anschwellen des Wassers vor dem Werke sind sogleich die nächsten Oberlieger und Anlieger, sowie sämtliche Unterlieger zu verständigen, damit dieselben die geeigneten Vorkehrungen treffen ...

4. Die zum Eisnen nötigen Geräte sind zu beschaffen und in brauchbarem Zustande zu erhalten.

5. Den Anordnungen des städtischen Bauamtspersonals über Wasserführung und Eisnen ist sofort Folge zu leisten.

6. Das mit der Bedienung der Wasserwerke beschäftigte Personal ist auf Einhaltung der Vorschriften Ziff. 2 - 5 fortgesetzt aufmerksam zu machen.

7. Wenn ein Wasserwerkbesitzer die ihm bezüglich des Eisnens oder der Wasserführung obliegenden Arbeiten oder sonstigen Vorkehrungen auszuführen unterläßt, werden dieselben sofort auf Kosten des Säumigen durch das Stadtbauamt ausgeführt. Der schuldige Wasserwerkbesitzer haftet für allen durch seine Unterlassung herbeigeführten Schaden.

8. Muß wegen Wassermangels zeitlich eine Minderung des Wassers in einzelnen Kanälen eintreten, so hat sich jeder Wasserwerksbesitzer den Anordnungen des Stadtbauamtes zu fügen; Beschwerde an den Stadtrat bleibt vorbehalten.

Bemerkung: Eine geregelte Wasserführung sowie die Verhütung von Eisverstopfungen und Überschwemmungen wird durch genaue Einhaltung obiger Vorschriften bedingt.

 


Wissenschaft:

Wasserkraft nicht klimaneutral Staugewässer setzen nämlich eine Menge klimaschädlicher Emissionen frei. Die Probleme sind seit Jahren bekannt. Laut einer im Fachmagazin BioScience veröffentlichten Analyse wurden diese aber bisher deutlich unterschätzt. Die in Stauseen entstehenden Treibhausgase relativieren die CO2-Einsparungen der Wasserkraft sogar teilweise.

Stauseen sind Emissions-Schleudern Durch das Aufstauen kommt es am Grund eines Gewässers zur Ansammlung organischer Stoffe. An Land verrotten Pflanzenreste zu Humus. Unter Wasser ohne Sauerstoffzufuhr entsteht Schlamm, in dem Gärprozesse stattfinden. Durch Mikroorganismen und Bakterien entstehen u.a. Methangas das den Treibhauseffekt 34-mal stärker anheizt als Kohlendioxid (CO2), sowie Lachgas, das 298-mal klimarelevanter ist als das CO2. In den Klimamodellen der Vereinten Nationen fehlen diese Emissionen noch immer, aber weltweit werden Tausende neuer Stauseen gebaut, die nach Fertigstellung große Mengen weiterer Treibhausgase ausstoßen. 

Weiterführende Links:

Das Schreckgespenst aus dem Stausee

Das schmutzige Geheimnis der Wasserkraft


Lokalpolitiker die sich nur um’s Image kümmern, machen vor den wahren Problemen die Augen zu oder sind selbst ein Teil davon.


Email: karin-brandl@alchima.de     Alchima®  Karin Brandl, D - Augsburg, Telefon 0049 (0) 821 - 157443                 Impressum

mehr von Karin Brandl - www.alchima.de

Bilder Texte Hörstücke © Karin Brandl, Alchima®