Was läuft schräg beim Wasser in Augsburg?

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Wasserschutz, Wasserkraft und Wasserbau in Augsburg - wir leben an einem künstlichen Industriekanal im Stadtteil Haunstetten. Hier am sog. Lochbach, kannst du Wasser erleben! Herbeigeführte Überschwemmungen durch verbotenen Überstau am Kraftwerk - Wasser-Bürokraten gucken bei sowas weg - die Kanäle sollen ja jetzt UNESCO-Weltkultur werden. Und wer kontrolliert hier die Verwaltung noch? Stadtrat? Oberster Dienstherr? Nix! Wer weiß ob irgendwann mal eine Fliegerbombe platzt, beim Wasserbau in Augsburg.


Wasserbau in Augsburg: nur keine Angst, wenn sie im Lochbach wieder blind rammen! Ernst wird’s erst, wenn sie auf eine Fliegerbombe treffen. 
 

Viele Haunstetter wissen noch, dass im 2. Weltkrieg, beim Anflug auf Messerschmitt wo in Haunstetten Kampfflugzeuge gebaut wurden, ein dichter Bombenteppich fiel. 

 

 

Blind gerammt

Baufirmen rammten 2015 im Auftrag der Kraftwerksbetreiberin vom  Wasserkraftwerk T 2, für die Kanalwandung des Lochbachs Dutzende 5 m lange Eisenträger, im Abstandsraster einmeterfünfzig, 3,5 m tief in die Kanalsohle - ohne den Baugrund vorher auf Kampfmittel zu untersuchen. Als einer der Träger auf ein unbekanntes Hindernis stieß, baggerten die Arbeiter in den Kanalboden und fanden eine Stabbrandbombe, die von der Polizei abgeholt wurde. Der Eisenträger aber wurde angespitzt, um das unbekannte Hindernis mit Gewalt zu durchstoßen. - Und wenn es eine Fliegerbombe gewesen wäre? Dann hätte beim Rammen eine Detonation ausgelöst werden können. Direkt neben unserem Wohnhaus!

Aber sag’ mal was zu einem Arbeiter, auf einer Baustelle die keinen verantwortlichen Bauleiter hat. Wenn du nach dem fragst, verarschen sie dich und nennen dir Leute als Bauleiter und sogar ‘Oberbauleiter’, die jede Verantwortung für diese Baustelle vehement ablehnen. 

Es ist nicht Aufgabe von Anwohnern, sich um die Sicherheit einer fremden Baustelle auf dem städtischen Grundstück zu kümmern. Anwohner können die Gefahr solcher Baustellen nicht abwenden , aber die Stadt Augsburg muß eingreifen, wenn von ihrem Kanal eine Gefahr ausgeht. Die Behörden ordneten jedoch keine Kampfmitteluntersuchung an. Folglich wird beim Wasserbau in Augsburg bis auf weiteres ohne Kampfmitteluntersuchung gerammt, zumal unser Anwohner-Antrag an OB Kurt Gribl OHNE ZUSAGE blieb.

Rammarbeiten können sich jedes Jahr zur Herbstablässe der Kanäle wiederholen, wenn Uferwände erneuert werden. Herbstablässe 2018 am Lochbach: 6. Oktober bis 20. Oktober


 

Sicherheitsantrag von Anwohnern an CSU-OB Gribl abgeschlagen

 

2017 wurde dieser private Antrag auf Kampfmitteluntersuchung an Augsburgs OB Kurt Gribl gestellt. Der delegierte die Sache an Umweltreferent Erben. Für die Stadt Augsburg “liegt die Verantwortung für Gefährdungen durch Kampfmittel bei den Bauherren und den bauausführenden Firmen”, so Reiner Erben. Ergebnis: Herumeiern, aber definitiv KEINE ZUSAGE für eine Kampfmitteluntersuchung vor zukünftigen Rammarbeiten im städtischen Kanal.  

 

FREIE WÄHLER im Augsburger Stadtrat nahmen sich jetzt der unsichtbaren Gefahr der Blindgänger an 

Im August 2018 stellten Stadtratsmitglieder der Freien Wähler einen Antrag für die Sicherheit in ganz Augsburg an OB Gribl. Darin heißt es: „Die Stadt möge in ihren Industriekanälen im Stadtgebiet vor Wasserbau- und Uferbauarbeiten, Brückensanierungen und Neubauten eine Kampfmitteluntersuchung des Kanalgrundes zur Sicherheitsauflage machen, sofern bei den Bauarbeiten tiefgründige Rammarbeiten stattfinden (zum Beispiel Einrammen von Eisenträgern oder Spundwänden in den Kanalboden).“  wie am 21.8.2018 die Augsburger Allgemeine berichtete.

Vielen Dank den vorausschauenden Stadträten! Freilich kann die übergroße CSU-SPD-Grüne Koalition im Augsburger Rathaus den Oppositions-Antrag abschmettern und warten, bis Bauarbeiter beim Rammen eine intakte Fliegerbombe treffen. Die kann OB Gribl zwar nicht mehr medienwirksam entschärfen lassen, aber Augsburg würde sicher überregional bekannt.

 

Rammarbeiten sind gefährlich, weil die Arbeiter nicht sehen,
worauf sie im Boden stoßen

Wenn Blindgänger zu vermuten sind, gibt es klare Regeln und Vorgaben. Unter Wasser liegende Blindgänger siehst du nicht auf den historischen Luftbildern. In den Industriekanälen braucht man eine Kampfmitteluntersuchung, wenn man sicher gehen will, dass der Boden kampfmittelfrei ist.

Der Bauherr/Auftraggeber muß sich als “Zustandsstörer” um Kampfmittelfreiheit kümmern - siehe auch unter http://www.kampfmittelportal.de/bauherrauftraggeber.html und Baufirmen sollten ihre Pflichten kennen - http://www.kampfmittelportal.de/bauunternehmer.html auch Planer und Ingenieure tragen eine Verantwortung - http://www.kampfmittelportal.de/planersteuerer.html  - Aber wenn sie es nicht tun? Und auch die Behörden nicht? - Dann bleibt Sicherheit reine THEORIE.

 

Was ist, wenn eine Explosion passiert? - Interessiert Augsburgs Behörden nicht, denn die reden sich heraus: Uferbau in ihren Stadtkanälen ist nicht genehmigungspflichtig, sagen sie.

Die Stadt Augsburg ist Eigentümer der Grundstücke, auf denen der Kanal fließt. Zum Unterhalt der Kanalufer sind u.a. private Wasserkraftwerksbetreiber verpflichtet, und die können dort machen, was sie wollen. Die fehlende Genehmigungspflicht enthebt die Stadt Augsburg nicht ihrer Aufsichtspflicht als Sicherheits- und Kontrollbehörde, sowie als Grundstückseigentümer. Wenn eine Explosion ausgelöst wird, dann ist § 308 StGB (Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion) einschlägig, siehe hierzu unter  http://www.kampfmittelportal.de/strafrechtliche-vorgaben.html

Würde bei Rammarbeiten im Lochbach eine Fliegerbombe explodieren ...
 

 ... werden Menschen verletzt oder getötet und Häuser zerstört.

Es sollte allen Anwohnern an Lochbach und Martinistraße klar sein, dass sie im Ernstfall wohl keinerlei Schadenersatz erwarten können. Schäden durch Kampfmittel gelten als “Kriegsfolgen”. 

In München-Schwabing wurde 2012 ein ganzer Straßenzug bei der Explosion einer Weltkriegsbombe getroffen und Dachstühle brannten. siehe Video München 2012 So was wollen wir in Augsburg nicht erleben! 

Es können noch zahllose Blindgänger in Augsburg liegen: Weihnachten 2016 wurde die gesamte Innenstadt evakuiert, um eine Riesen-Fliegerbombe in der Jakobervorstadt zu entschärfen. Am 28.7.2018 mußte wieder eine Fliegerbombe entschärft werden, die Anwohner im Herrenbachviertel wurden evakuiert.

Augsburgs Industriekanäle durchziehen die ganze Stadt. Sie messen über 70 km. Alljährlich wird irgendein Kanalufer gebaut, gerammt, abgespundet ... Augsburg wurde schwer bombardiert und bald jedes Jahr finden sie eine intakte Fliegerbombe, die entschärft werden muß - unter Massenevakuierung der Bevölkerung!

 

Fliegerbombe explodiert durch Rammarbeiten

1994 explodierte in Berlin-Friedrichshain bei Ankerarbeiten ein Blindgänger. Der Bauherr, eine Münchner Firma, hatte keine Kampfmitteluntersuchung vornehmen lassen, obwohl die Gegend alsmit Kampfmitteln belastet galt. In ca. 3,5 m Tiefe wurde der noch intakte Zünder der Fliegerbombe getroffen und so die Explosion ausgelöst. Drei Bauarbeiter starben, weitere 17 Menschen, unter ihnen Passanten und Verkehrsteilnehmer, wurden zum Teil schwer verletzt. 20 Familien, deren Wohnungen zerstört worden waren, mussten evakuiert werden. Auch in der Umgebung entstanden Schäden, der Gesamtschaden wurde auf rund fünf Millionen DM geschätzt.

Ein offener Anwohnerbrief an Augsburgs Umweltreferent Reiner Erben, mit dessen Umweltamt die Kraftwerksbetreiberin ihren Uferbau 2015 abgesprochen hatte    

Sehr geehrter Herr Erben,  

wie Sie im Dezember 2014 in der Zeitung sagten, nimmt die Wasserkraft in Augsburg „eine schöne Entwicklung” und soll weiter ausgebaut werden.
Dass dies zugunsten privater Unternehmen, vom Umweltamt voran getrieben wird unter Verletzung der Eigentumsrechte der Anwohner und unter lebensgefährlichen Uferbaumaßnahmen, müssen Sie als Umweltreferent der Stadt Augsburg wissen. Über den Lochbach in Haunstetten, im Oberwasser des privaten Kraftwerks T 2 Settele, informierten wir Sie schon, als Sie noch einfaches Mitglied im Umweltausschuß waren, z.B. über zusammengebrochene Uferwände neben unserem Wohnhaus.

Seit 2013 waren im Umweltausschuß immer wieder Anträge der Stadtratsfraktion der Freien Wähler, wonach der Lochbach abgedichtet gehört und Betreiberin Brigitte Settele ihre Uferbaumaßnahmen künftig im Bauausschuß genehmigen lassen soll.

2015 wurde der Lochbach dann ausgebaut - ohne Planfeststellung, ohne
Bauausschuß, ohne fachliche Kontrolle. Abgedichtet wurde der Kanal nicht.


Die private Betreiberin hat ihre gewünschte Baumaßnahme mit dem Umweltamt abgesprochen. Weil die Uferwände erhöht wurden, soll auf den Anliegergrundstücken ein zusätzlicher Damm aufgeschüttet werden, und dies, obwohl im Umweltamt seit 2013 Einwendungen der Anlieger gegen eine Dammerhöhung vorliegen.
Ungeachtet dessen, versuchten am letzten Tag der Baumaßnahme zwei Damen des Umweltamts uns massiv (drohende Haftung usw.) vor Ort zur Dammaufschüttung zu bewegen. Es ist empörend, wie die beiden Amtsvertreterinnen Partei nahmen, für die Profitinteressen einer Kraftwerksbetreiberin. Eine Dammaufschüttung gegen den Willen der Eigentümer, ist eine Rechtsverletzung. Wir Anwohner müssen uns noch heute dagegen gerichtlich wehren. Überdies bezweifeln wir die Rechtmäßigkeit der Baumaßnahme.

Uferbau im Bombardierungsgebiet des 2. Weltkriegs war lebensgefährlich

Bei dieser Baumaßnahme 2015 rammten Baufirmen im Auftrag von Betreiberin Settele,
5 m lange Eisenträger im Abstand von ca. 1,50 m mit einem Schreitbagger unter schweren Erschütterungen, die im gesamten östlichen Haunstetten spürbar waren, in die Kanalsohle des Lochbachs ein (siehe beigefügte Fotos)  - Tiefe im Bachboden mind. 3,5 m. Diese Bauweise wurde gewählt, obgleich bekannt ist, dass beim Anflug auf die Messerschmitt- Rüstungswerke 1944 ein dichter Bombenteppich von ca. 1300 Sprengbomben und 3000 Brandbomben abgeworfen wurde. Es gab Detonationen unmittelbar südlich vom Kraftwerk T 2. Dort können Blindgänger liegen.

Die Baumaßnahme ohne Kampfmitteluntersuchung war „Russisches Roulette“!

Auch nach dem
Fund einer Brandbombe, die von der Polizei sichergestellt wurde, hat Ihre Behörde, Herr Erben, die Baustelle weder eingestellt, noch eine Kampfmitteluntersuchung angeordnet. Die Gefährdung ging weiter.
Wir sehen dies als grob fahrlässigen Umgang mit Leib und Leben, sowohl für uns persönlich, als auch für die Bauarbeiter und zahlreiche Augsburger in der Umgebung, die von einer Detonation im städtischen Lochbach-Kanal betroffen wären.
Damit wir dieser Lebensgefahr nicht noch einmal ausgesetzt werden, haben wir heute einen Antrag an Oberbürgermeister Dr. Gribl gestellt.

Herr Erben, ein bedingungsloser Ausbau der Wasserkraft in Augsburg, bei dem für die Privatinteressen der Betreiber, gegen die Sicherheit und Eigentumsrechte der Anwohner an städtischen Kanälen verstoßen wird, ist menschenfeindlich. Als Umweltreferent tragen Sie die politische Verantwortung. Herr Erben, treten Sie zurück!


Wasserbau in Augsburg

Das drückt das Wasser wieder hin!

Lieber Gott waren das Zeiten, als es den Jackel noch gab! Und starke Muskeln in Männerarmen, und nicht nur depperte Sprüche im Hirn. Jahrzehntelang hat der Jackel hier am Lochbach hölzerne Uferpfosten handeingeschlagen, knapp unter den Kanalboden und leicht geneigt nach außen zum Land hin. Und das hat gehalten. Da ist sogar ein ganzer Güterzug, die Localbahn, täglich zweimal am Ufer entlang gefahren und die Uferwände sind trotzdem nicht ins Wasser gefallen.

In letzter Zeit aber rammten sie Eisen ein, mit Schreitbagger und Wasserwaage, damit’s senkrecht wird. Aber senkrecht blieb’s dann nicht, denn sobald sie ihren Kies hinter die Holzwand baggerten, kippte die Wand Richtung Kanal. “Das drückt das Wasser wieder hin”, sagten sie - so gescheit muß man mal sein! Ja das Wasser. Fließendes Wasser hat einen kleinen Kopf und der drückt nicht.

Was drückt, ist der rollende Kies, weil der nicht von selber steht, wie der Lehm. Und wenn man Kies einfüllt und die Stützen nicht fest genug im Boden sind, kippt’s halt. Und das wiederholten sie dann ein paar Jahre lang, nur weil sie’s nicht glauben konnten? Um den Fehler herauszufinden, brauchten sie Bodengutachten und Ingenieure. Heute müssen 20er Eisenträger 3,5 Meter tief eingerammt werden, alle anderthalb Meter einer. Die Statik ist LGA-geprüft, aber nach Blindgängern im Boden hat keiner geschaut. So geht Wasserbau in Augsburg heute. 

Der Jackel hätte lauthals gelacht über soviel Unverstand - und feste draufgehauen, weil DER hätte nicht soviel Zeit gehabt zum Herumprobieren. Der Jackel war halt gradaus und handfest. 
(© Alchima 4.9.2018) 


  Transparenz im Dickicht

Was geht, wenn Grüne Parteispenden kriegen?           

2015 ermöglichte das Umweltamt Augsburg unter Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) den Uferbau im Lochbach der Kraftwerksbetreiberin Brigitte Settele ohne Planfeststellungverfahren, ohne Bauausschuß und ohne Sicherheitsvorkehrungen.

Betreiberin Settele braucht auch keine Kampfmitteluntersuchung, wenn sie im Bombardierungsgebiet Rammarbeiten durchführt und wenn auf ihrer Baustelle eine Bombe gefunden wird, dann wird die Baustelle nicht gesichert, wie es üblich wäre, sondern es wird blind weitergemacht!  

Haben die Grünen von Familie Settele Parteispenden bekommen?  z.B. 2015 führte die Augsburgerin Bundesvorsitzende Claudia Roth(Grüne) am 5. Mai 2015 die UNESCO-Jury, welche dann 2019 die ‘Wasserkraft in Augsburg’ zum Weltkulturerbe küren soll, in die Augsburger Altstadt. Für die Fotografen schlürfte man dort pressewirksam am laufenden Wasserhahn des ‘Altstadt Trinkwasserbrunnen von Walter Settele' (der grade keinen Tropfen mehr spendet).

Parteispender sollten - in öffentlichem Interesse - von allen Parteien stets offen genannt werden!

Parteispender dürfen nicht begünstigt werden!

Parteispenden dürfen nicht zu Rechtsverletzungen und Gefährdung der allgemeinen Sicherheit führen! 

 


 

Ist die Wasserkraft von Augsburg wirklich ein Vorbild für die ganze Welt?

Nicht jedes Wasserkraftwerk in Augsburg ist reif für’s UNESCO Weltkulturerbe.

 

U.a. mit dem Hochablass am Kuhsee bewirbt sich Augsburg bei der UNESCO als Weltkulturerbe, aber am Hochablass Wasserkraftwerk der Stadtwerke Augsburg fehlt noch immer die Fischtreppe!

Die geplante Fischaufstiegshilfe ist Öko-Auflage, doch das Kraftwerk in der Staumauer beim Kuhsee ist ohne Fischtreppe in Betrieb seit 2013. 2016 wurde die Planung geändert, 2017 die Änderung geändert, vor 2019 sei die Fischtreppe nicht zu erwarten (lt. Bericht Augsburger Allgemeine 20.6.2017) 

Aber in Augsburg wird auch Unwirksames als „Öko-Maßnahme” deklariert, um staatliche Subventionen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG zu kassieren. Das Video: Wie Ökostrom die Natur zerstört (Beitrag über Augsburg beginnt nach ca. 5 Min.) zeigt, dass ein Plastikrohr als Fischtreppe eines Wasserkraftwerks anerkannt wurde. Im Film bestätigt ein Fachmann vom Regierungsbezirk Schwaben, dass dies als Fischtreppe völlig unwirksam ist. Die Fische werden trotzdem in die Turbinenströmung gezogen. Öko-Zulagen für Unwirksames - das ist Subventionsbetrug!

UNESCO Bewerbung läuft

Augsburg bewarb sich 2018 mit seinem „Wassermanagementsystem” unter dem Thema Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst als UNESCO Weltkulturerbe. 1,5 Millionen Euro gab die Stadt dafür aus. -  Für sowas ist Geld da, aber am Herrenbachkanal werden gesunde Bäume gefällt, weil sich Augsburg angeblich kein neues Kanalufer leisten kann!  

Bereits am 5. Mai 2015 war die 15-köpfige UNESCO-Jury für das Welterbe in Augsburg zu Besuch. Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, führte sie mit Kulturreferent Weitzel (CSU) u.a. zum „Altstadt Trinkwasserbrunnen von Walter Settele”, dessen Trinkwasser oft Tag und Nacht hektoliterweise in den Abfluß läuft (wohin übrigens auch so manche Parteispenden fließen!).

Hoffentlich wird der Altstadt Trinkwasserbrunnen von Settele auch auf die 150 Pflanzenschutzmittel getestet. Das Altstadtbrunnenwasser sollte schon sauber sein, wenn die Unesco daraus trinkt.   


 

Privates Wasserkraftwerk überstaut und führt Hochwasser herbei, alarmierte Gewässeraufsicht gibt zu: „Ja, der überstaut!”

Kraftwerk T 2 Settele am Lochbach in Augsburg überschwemmte Wohn- und Gartenhäuser. Zuständige Behörden duldeten das Überstauen und verhinderten erneute Übersachwemmungen nicht, betroffene Anlieger erstatteten Strafanzeige - lt. Staatsanwalt: Fahrlässiges Herbeiführen von Überschwemmung , strafbar gem § 313 StGB 

Durch aufgesattelte Balken an Streichwehr und Leerschuß überschwemmte Kraftwerk Settele im Oktober 2010 die ganze Umgebung. Das Umweltamt verhinderte die Überschwemmungen nicht, Anwohner mußten Polizei und Feuerwehr zu Hilfe rufen. Laut Tiefbauamt hat sich Privatbetreiberin Brigitte Settele nicht an Anweisungen gehalten. Dennoch verhängte die Stadt Augsburg kein Bußgeld.

Überstauen ist verboten!  Betroffene erstatteten im Februar 2011 Strafanzeige. Der Staatsanwalt wies fahrlässig herbeigeführte Überschwemmungen nach (Akteneinsicht!), die Betreiberin mußte ihr Vergehen einräumen, gegen Geldauflage wurde das Verfahren gem. § 153 StPO eingestellt. was bedeutet, dass erneutes Überstauen nicht mehr vorkommen darf. 

mehr zu den flächendeckenden Überschwemmungen an einem Industriekanal in Augsburg ...


Wassermanagementsystem der Industriekanäle in Augsburg - Stauhöhe wird nicht immer eingehalten 

Warum sind zuständige Behörden oft blind, die Einhaltung von Sicherheit und korrekter Stauhöhe der privaten Wasserkraftwerksbetreiber zu erkennen?   

Bei den Überschwemmungen im Oktober 2010 hatte das Tiefbauamt (gem. Polizeiprotokoll!) das Wasserkraftwerk Settele kontrolliert und die aufgesattelten Balken am erhöhten Streichwehr (eine erhebliche Sicherheitsgefahr!) nicht erkannt. Deshalb gab es wiederholte Überschwemmungen.
Dabei sahen damals alle Nachbarn, wie die Betreiberin das Streichwehr am Kraftwerk mit Holzbalken erhöhen ließ. Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth bestätigte die Erhöhung und Betreiberin Settele entging einem gerichtlichen Strafverfahren nur durch Zahlung einer Geldauflage. 

Die Behörden der Stadt Augsburg waren in den verbotenen Überstau verwickelt und verhängten kein Bußgeld gegen die Betreiberin. Die Stadt „kann keinesfalls die Gewähr dafür übernehmen, dass zukünftig kein Gewässer mehr überstaut wird”, teilte das Amt betroffenen Anwohnern mit.

Überstauen ist rechtswidrig! Die Behörden müßten dann abstauen lassen. Oder sollen die Anwohner an Stadtkanälen von Augsburg ihre Gewässersicherheit jetzt selber managen?  


Wasserkraftbetreiber werden in Augsburg nur von der Justiz zur Verantwortung gezogen       

Ein weiteres Strafverfahren wg. Herbeiführen von Überschwemmung durch das T 2 endete nach zwei Jahren am Landgericht - Kraftwerk muß stets eisfrei gehalten werden! 

Kraftwerksbetreiber müssen im Winter ihre Anlagen stets eisfrei halten und ggf. aus dem Stau gehen. Dies war 2012 am Lochbachkraftwerk T 2 Settele nicht der Fall. Deshalb standen Häuser und Kleingartenanlagen in Augsburg-Haunstetten 2 Tage unter Wasser.
Anlieger erstatteten Strafanzeige. Das Strafverfahren gegen die Privatbetreiberin und ihre Hilfskraft wg. Herbeiführen von Überschwemmung gem § 313 StGB dauerte zwei Jahre und endete am Landgericht. Sie mußten einsehen, dass es keinen Freispruch gibt! Die Schuld war erwiesen, Verfahren wurde § 153 StPO eingestellt und somit darf zukünftig kein Eisgang mit Überschwemmung mehr passieren.

Wollte der damalige Ordnungsreferent von Augsburg, Volker Ullrich, die wahre Überschwemmungsursache etwa vertuschen?

Bilder unten: Zwei Tage mußte die Feuerwehr an der Martinistraße anrücken und das Kraftwerk Settele enteisen, weil es die Kraftwerksbetreiber versäumt hatten.  

Die Behörden von Augsburg riegelten den den Wasserzulauf im Lochbach auch dann nicht ab, als sich zahlreiche Feuerwehrleute mit Eispickeln am Wasserkraftwerk abmühten. Sie ließen die Überschwemmungen einfach laufen.


Werden in Augsburg über 150 Pflanzenschutzmittel (PSM) im Trinkwasserschutzgebiet versprüht?

Laut Gesundheitsamt Augsburg würden im Frühjahr im Wasserschutzgebiet Augsburg massiv Pflanzenschutzmittel „in Kleingärten ausgebracht”, auch Stoffe die seit Jahrzehnten nicht mehr im Handel sind. - Absurd!

„Weil Kleingärten in der Nähe sind”, so die Begründung des Gesundheitsamtes, sollten die Bewohner eines Einfamilienhauses im Trinkwasserschutzgebiet am Lochbach in Augsburg-Haunstetten ihren Hausbrunnen auf über 150 PSM testen lassen. Doch sie sind die einzigen in der Stadt, die eine so umfangreiche Trinkwasseruntersuchung machen müssen! Selbst die Stadtwerke Augsburg testen nur 70 Stoffe im gleichen Grundwasserstrom am Lochbachwasserwerk. Leider durften wir die Laborwerte der Stadtwerke nicht erfahren. Das Gesundheitsamt gab hierzu lediglich Auskunft, dass diese PSM nicht nachgewiesen worden seien. Warum vermutet es dann im Wasserschutzgebiet so viele weitere PSM? Nur um speziell diese Anwohner mit überbordenden Analysen zu traktieren?

 Liste über 150 PSM    

Aus dem Notbrunnen M 16 der Stadt Augsburg wollen wir lieber kein Wasser. Andere Gemeinden und Wasserversorger (z.B. Buchloe) machen die Laborberichte ihrer Wasseranalysen der Öffentlichkeit detailliert zugänglich. Warum nicht auch Augsburg?  (Mrz16)

 

 

 

Unsere Erlebnisse mit dem Trinkwasserschutz in Augsburg füllen ein Buch!

Brillen für die Bürokratie
Satire von Karin Brandl

ISBN 978-3-932669-09-5, 12,80 Euro
lieferbar -  erhältlich im Buchhandel

Eine kurzsichtige Bürokratenschaft will Josefa und Franz ihr Haus im Wasserschutzgebiet mit allerlei Hinterlist entreißen. Doch die beiden lassen sich nicht entmutigen. Es geht um ihre Heimat, der ein Kanal fehlt. Sie kämpfen sich durch den Bürokratendschungel, in dem ein böser Geist regiert ...

Rezension in der DAZ Augsburg


„Wollte euer Häusl jemand haben?” ... fragte die Haunstetter Stadträtin, der wir 2007 die vielen bürokratischen Hürden schilderten. Bürokraten in Augsburg bekämpften einen privaten Abwasserkanal, den sie vorher als Auflage verlangt hatten. 

„Von sich aus wird ein Amt SO nicht tätig. Hinter sowas steckt immer ein Nachbar!” sagte die Stadträtin. Ja, Bauamt, Denkmalschutz, Abwasserabteilung, Umweltbehörde, Wasserbau, Straßenbeleuchtung, all das eignet sich für so eine „Intervention”.. Aus heiterem Himmel errichten korrupte Bürokraten Anwohnern beim Umbau ihres Häuschens Hürden. Ist die eine bewältigt, folgt die nächste.
Wer das erlebt, sollte an einschlägig bekannte Leute  im Stadtviertel denken, die die Immobilie für ihre Zwecke haben wollen und denen die Verwaltung ein bissele „entgegenkommt”. Je mehr Hinweise, desto klarer wird das Bild! Achten Sie auf Lokalpolitiker, die nach der Pfeife dieser Leute tanzen.

 

2002 begann der holprige Genehmigungsweg. Mit bürokratischen Blockaden dauerte es 5 Jahre, aber dann war der private Abwasserkanal fertig!
Daraus entstand das Buch
Brillen für die Bürokratie Wie später das Bayerische Staatsministerium für Umwelt feststellte, hätte die Stadt Augsburg den Kanal selber legen müssen. Er wurde uns Anwohnern nur zur Auflage gemacht, weil man die Realisierung des privaten Anschlußkanals verhindern und uns zum Aufgeben bringen wollte, was aber nicht gelang!

Ein Siedlerhaus, modern umgebaut

Wie gewissenlose Bürokraten ihren Mitbürgern persönlich schaden 


Übrigens: Die Stadt Haunstetten wurde bei der Gebietsreform 1972 eingemeindet und ist heute Augsburgs südlicher Stadtteil Haunstetten.

kurz notiert ...

Der Lochbach in Augsburg ist ein künstlicher Industriekanal
Er bekommt am sogenannten ‘Lochbachanstich’ bei der Lech-Staustufe 22 ca. 4,5 cbm Wasser pro Sekunde, die teils in den Stadtwald, durch den Stadtteil Haunstetten und ganze Stadt geleitet werden. Die Wassermenge ist behördlich reguliert. Sie wird durch Wehre reguliert, die z.B. bei der jährlichen Kanalablässe geschlossen werden. Dann fließt kein Wasser im Kanalgerinne.   


Weltkriegsbombe im Lochbach gefunden Bombenteppich vom Krieg noch immer ein Risiko. 2015 fanden Arbeiter beim Baggern eine Bombe ...


Stadt Augsburg will Kahlschlag gesunder Bäume am Herrenbachkanal wegen fiktiver Hochwassergefahr, doch bei den Lochbach-Fluten wurde von den Behörden der Wasserzufluß im Kanal nie abgeriegelt, auch dann nicht als Wohnhäuser u. Kleingartenanlagen flächendeckend unter Wasser standen und die Anlieger Alarm schlugen. herbeigeführtes Hochwasser am Lochbach


Nimmt die CSU Einfluß auf das Verwaltungsgericht?  Anlieger am Lochbach in Augsburg klagten gegen einen Bescheid vom Umweltamt über Baggerschürfe, Tiefbohrungen und Rammsondierungen des Wasserkraftbetreibers vom T 2 in ihrem Garten. Vor Gericht erschien ein befangener ehrenamtlicher Richter - ein CSU-Stadtrat der im Umweltausschuß mit der Sache befaßt war und zudem ein Spezi des T 2-Betreibers ist. mehr dazu ...


Der Lochbach verliert zuviel Wasser! Aber die “Kanäle von Augsburg müssen nicht dicht sein” - diese Ansicht hat die Stadt Augsburg jahrelang vertreten. Aber wer ein Kanalbett nicht abdichten will, bekommt ein Problem mit Wasserverlust... mehr ..

2014 klafften Wasserlöcher hinter der Holzuferwand

 

2018 führte der Lochbach mehr Wasser denn je, weil der Forggensee nicht gefüllt wurde und der Lech jede Menge Gletscherwasser mitbrachte. Der Lochbach hat schon lange wieder seine volle Wassermenge, die vom Wasserwirtschaftsamt zugeteilt wird.


Stromerzeugung ist keine selbstlose Tat! Wasserkraftbetreiber in Augsburg schmücken sich gerne damit, dass sie mit ihrem privaten Kraftwerk soundsoviele Haushalte “mit Energie versorgen”. Den erzeugten Strom verschenken sie aber nicht an ihre Mitbürger, sondern lassen ihn sich teuer bezahlen. mehr lesen ...

Strom aus Wasserkraft kommt mir nicht in die Dose!

Nie würde ich so einen Tarif wählen.


SPD Augsburg will Kleingartenanlagen in Trinkwasser-Schutzzone WIII a1 erweitern - lt. Schutzverordnung verboten! Dennoch stellten die Margarete Heinrich und Dieter Benkard am 7. Juli 2016 einen Antrag auf Erweiterung der Vereins- Kleingartenanlage auf dieser Wiese in Haunstetten. Haben die Stadträte an Zufahrt und Wasserschutz gedacht? Auch Gemüsegärtner fahren mit dem Auto. Was wurde daraus? Man hörte nichts mehr, seit 2 Jahren  mehr lesen ...  

Trinkwasserschutz WSG-VO (pdf) 

Schutzgebietskarte (pdf)


Hochwasser-Kunst aus Augsburg

Ihr vollgelaufener Keller inspirierte die Augsburger Künstlerin Karin Brandl zu einer Objektinstallation aus verfremdeten Wasserflaschen, die ‚Herbeigeführtes Hochwasser durch ein Wasserkraftwerk‘ enthalten. Gezeigt im Hochwasser-Museum von Ottfried Fischer, Passau 4.-27.9.2015 Kunstausstellung der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler mehr dazu...

Die Hochwasser-Kunst von Karin Brandl wird  auch noch Weltkultur, wenn Augsburg mit seinem Wasser von der UNESCO-Jury auserwählt wird!


Filz geht mit Seife 

Filz-Kunst in Augsburg soll UNESCO-Weltkulturerbe werden.

Wie bringen Betreiber von Wasserkraftwerken einen Stadtkanal zum Überlaufen? 

Ganz einfach, indem einer

  • Sicherheitseinrichtungen wie z. B. Leerschuß und Streichwehr so hoch aufbaut, dass das Wasser nicht mehr abgeführt sondern rückgestaut wird
  • im Winter die Wasserkraftanlage einfrieren läßt, was auch zum Rückstau führen kann
  • bei Frostperioden den Leerschuß nicht öffnet und ggf. aus dem Stau geht 

Der Betreiber ist immer verantwortlich, auch wenn Behörden die Augen zudrücken. Übrigens: ein ‘beheizter Leerschütz’ verhindert keine Überschwemmung im Winter. Er vermehrt nur die Ausreden!

Herbeiführen von Überschwemmung ist strafbar gemäß § 313 StGB. Gefährdete Anlieger können Anzeige erstatten! 

Aufstauen kann in Augsburg jeder

Man muß nichts gelernt haben: es braucht keinen Führerschein oder Sachkunde-Nachweis, keine amtliche Prüfung zum Wasserkraftwerksbetrieb. Wohin das führen kann, ist hier zu sehen ....

 


Zitat einer historischen öffentlichen Bekanntmachung der Stadt Augsburg:

Vorschriften über das Eisnen in den städtischen Werkkanälen

1. Das Eisnen in den Werkkanälen obliegt den Wasserwerkbesitzern.

2. Bei großer Kälte, rauhen Ost- und Nordwinden, großem Schneefall und plötzlichem Tauwetter ist dem Eisgang ununterbrochene Aufmerksamkeit zuzuwenden; bei starkem Eisgang sind sogleich die Pansterräder und Leerschützen aufzuziehen, die Wasserrechen und die Leerschußöffnungen vom Eise freizuhalten; besonders zur Nachtzeit auch darauf zu achten, dass sich die Rechen und Leerschußöffnungen nicht mit Eis verstopfen.

3. Bei Eisverstopfungen und dadurch verursachtes Anschwellen des Wassers vor dem Werke sind sogleich die nächsten Oberlieger und Anlieger, sowie sämtliche Unterlieger zu verständigen, damit dieselben die geeigneten Vorkehrungen treffen ...

4. Die zum Eisnen nötigen Geräte sind zu beschaffen und in brauchbarem Zustande zu erhalten.

5. Den Anordnungen des städtischen Bauamtspersonals über Wasserführung und Eisnen ist sofort Folge zu leisten.

6. Das mit der Bedienung der Wasserwerke beschäftigte Personal ist auf Einhaltung der Vorschriften Ziff. 2 - 5 fortgesetzt aufmerksam zu machen.

7. Wenn ein Wasserwerkbesitzer die ihm bezüglich des Eisnens oder der Wasserführung obliegenden Arbeiten oder sonstigen Vorkehrungen auszuführen unterläßt, werden dieselben sofort auf Kosten des Säumigen durch das Stadtbauamt ausgeführt. Der schuldige Wasserwerkbesitzer haftet für allen durch seine Unterlassung herbeigeführten Schaden.

8. Muß wegen Wassermangels zeitlich eine Minderung des Wassers in einzelnen Kanälen eintreten, so hat sich jeder Wasserwerksbesitzer den Anordnungen des Stadtbauamtes zu fügen; Beschwerde an den Stadtrat bleibt vorbehalten.

Bemerkung: Eine geregelte Wasserführung sowie die Verhütung von Eisverstopfungen und Überschwemmungen wird durch genaue Einhaltung obiger Vorschriften bedingt.

 


Lokalpolitiker die sich nur um’s Image kümmern, machen vor den wahren Problemen die Augen zu oder sind selbst ein Teil davon.


Email: karin-brandl@alchima.de     Alchima®  Karin Brandl, D - Augsburg, Telefon 0049 (0) 821 - 157443                 Impressum     Datenschutz    

mehr von Karin Brandl - www.alchima.de

Bilder Texte Hörstücke © Karin Brandl, Alchima®