Herbeigeführte Überschwemmungen durch ein Wasserkraftwerk in Augsburg   -  buerokraten.alchima.de

Der Lochbach in Augsburg ist ein künstlicher Industriekanal

Er bekommt am sogenannten ‘Lochbachanstich’ ca. 4,5 cbm Wasser vom Lech, die teils in den Stadtwald und durch die ganze Stadt geleitet werden. Jedes Jahr zur Herbstablässe schließen die Behörden die Wehre des Wasserzulaufs für zwei Wochen, der Kanal ist bis auf etwas Restwasser leer.

Als Überflutungsschutz wurden die Wehre nie geschlossen!

Während der unten genannten Überschwemmungen hat die Stadt Augsburg nie die Wehre abgeriegelt, um die Fluten einzudämmen; selbst 2012 nicht, als sich zahlreiche Feuerwehrleute an dem eingefrorenen Kraftwerk mit Eispickeln abmühten.


Kraftwerk T 2 am Lochbach - Überschwemmungen durch rechtswidrig erhöhtes Streichwehr 2010

Ein Wohnhauskeller und eine Anzahl Kleingärten standen unter Wasser, es gab flächendeckende Überschwemmungen durch den städtischen Kanal “Lochbach”. Die von Anliegern alarmierten Behörden verhinderten weitere Überschwemmungen nicht, sondern gaben die Auskunft, dass das Kraftwerk überstaut. 

In der Nacht löste lt. Polizei ein Kurzschluß in einem der überschwemmten Gartenhäuser einen Brand aus. Die Feuerwehr war im Einsatz, das Gebäude brannte vollständig ab. Doch die Überschwemmungen endeten noch immer nicht. Als das Wasser wenig später erneut anstieg, riefen Anwohner die Polizei, diese holte die Feuerwehr, welche die Überschwemmungen durch Absenken der Stauhöhe am Kraftwerk Settele abstellte.

Die Stauhöhe absenken, wenn der Kanal überläuft - das wäre die Aufgabe des Kraftwerksbetreibers bzw. der Hilfskraft gewesen. Doch in Augsburg am Stadtkanal müssen betroffene Anwohner Polizei und Feuerwehr rufen, damit die Gewässersicherheit hergestellt wird.

Allerdings gab es seitens der zuständigen Behörden der Stadt Augsburg keinerlei Sanktionen oder Bußgeld gegen die Kraftwerksbetreiberin wegen des rechtswidrigen Überstauens. Der aufgestaute Wasserspiegel stieg sogar wieder bis über den Sicherheitsbereich hinaus.

Für uns Betroffene ist klar, dass hier absichtlich überstaut und überschwemmt wurde, wodurch der Eindruck entstehen sollte, dass hier immer wieder Überschwemmungen ”zufällig” passieren würden.

Aber da der Lochbach in Augsburg ein niveaugeregelter Industriekanal ist, dessen Zu- und Ablauf einschließlich der Wassermenge, über verschließbare Wehre (behördlich) reguliert wird, tritt hier kein natürliches Hochwasserereignis auf!

Die Überschwemmungen wurden durch Überstauen* am Kraftwerk herbeigeführt.

*Überschreiten der zulässigen Stauhöhe = strafbar!

 

Gemeingefährliche Straftaten - Strafgesetzbuch § 313: Herbeiführen einer Überschwemmung

(1) Wer eine Überschwemmung herbeiführt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.

 

 

 

 

 

 

Anlieger erstatteten 2011 Strafanzeige*  

Die Staatsanwaltschaft ermittelte daraufhin wegen Herbeiführen von Überschwemmung und beschuldigte die Kraftwerksbetreiberin. Die Kripo verhörte Behördenvertreter, u.a. der Gewässeraufsicht, welche die Überschwemmungen nicht beendete und jede Verantwortung allein auf die Betreiberin abwälzte. Umbauten am Kraftwerk wollte der Behördenvertreter nicht bemerkt haben.

Das Streichwehr vom Kraftwerk T 2 war manipuliert

Lt. Staatsanwalt hat Brigitte Settele das Streichwehr und den Leerschuß ihres Kraftwerks durch aufgesattelte Holzbalken rechtswidrig erhöht , um höher aufzustauen. Es gab keine Genehmigung. Das Streichwehr ist eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen eines Kraftwerks. Lt. Staatsanwalt hätte die Kraftwerksbetreiberin die Überschwemmungen verhindern können, wenn sie die Erhöhung nicht hätte anbringen lassen (Akteneinsicht!).

Der Staatsanwalt beschuldigte Kraftwerksbetreiberin Settele, durch Fahrlässigkeit Überschwemmung herbeigeführt zu haben, strafbar gem. §§ 313 I, II, 308 VI StGB.

Die Betreiberin hat die Vorwürfe eingestanden. Ihr Anwalt schrieb dem Staatsanwalt, dass die von ihr verursachten Schäden ersetzt würden, aber unser Schaden im vollgelaufenen Keller wurde nie ersetzt. Auch bei uns im Wohnhaus hätte zu nachtschlafender Zeit, durch das Wasser im Keller ein Kurzschluß und ein lebensgefährlicher Brand ausgelöst werden können. Doch der Staatsanwalt stellte das Verfahren gegen eine Geldauflage von 3000 Euro, gem. § 153 StPO ein, weil er davon ausging, dass keine Überschwemmung mehr verursacht würde. 

*Anmerkung: Es wurde der Sachverhalt angezeigt, weil an einem Kanal kein natürliches Hochwasser entstehen kann, sondern nur durch unsachgemäße Wasserführung an Schleusen bzw. Wasserkraftwerken.

 

 

Den Schadenersatz für unseren vollgelaufenen Keller hätten wir gerichtlich einklagen müssen, was aber mühsam wäre. Dagegen macht bildende Kunst richtig Spaß! Die überschwemmte Künstlerin machte aus dem sträflich herbeigeführtem Hochwasser flaschenweise Kunst fürs Passauer Hochwassermuseum von Ottfried Fischer.

 

Bilder unten: Überschwemmungen vom 8.10.2010 und der nächtliche Einsatz von Polizei und Feuerwehr vom 10.10.2010 am Lochbach

 

 

 

 

 

 

unten: die aufgesattelten Balken am Streichwehr und Leerschuß mußte Privatbetreiberin Settele zwar wegsägen lassen, doch durfte sie trotz Ausuferung bei Störfall 2, dann gleich wieder hochstauen, über den Freibord hinaus.  Bild rechts: amtliche Störfallprobe Dez. 2010, der Beamte des Umweltamts wollte sich vor Ort den überlaufenden Lochbach nicht ansehen! Einzig der Ingenieur ging mit und sah sich das Dilemma an.

 

Schon seit Jahren war zu beobachten, wie legér das Umweltamt Augsburg die Sicherheit am Lochbach im Bereich vom Kraftwerk Settele nahm. Im Oktober 2007 erschien in der Neuen Sonntagspresse ein Foto, das Umweltamtsleiter Hans Peter Koch als Projektleiter zusammen mit der Kraftwerksbetreiberin und ihrem Ehemann, vor dem Kraftwerk T 2 am Lochbach zeigt. 

 Rücksichtslos/absichtsvoll?

2010 plante ein Ingenieur (Name bekannt!) im Auftrag der Betreiberin des T 2 ein neues Ufer unter Einplanung der Anliegergrundstücke. Die Behörden der Stadt Augsburg Umweltamt und Tiefbauamt, sowie Wasserwirtschaftsamt Donauwörth waren einbezogen, nicht aber die Eigentümer. Das Ufer wurde nicht gebaut, weil die überraschten Anlieger ihre Grundstücke nicht verkauften.

Da staute die Betreiberin durch aufgesattelte Balken am Kraftwerkswehr höher auf und überschwemmte damit das ganze Gebiet. Es war absehbar, dass der Lochbach jene Anliegergrundstücke überfluten würde , die die Betreiberin haben wollte, aber nicht bekam. - Kriegt man Grundstücke vielleicht billig, wenn sie naß sind?

 

Feuchtgebiet als Vorwand zum Überschwemmen?

 

 

Pikantes Detail:

im neuen Flächennutzungsplan 2010 waren diese Privatgrundstücke bereits als Feuchtgebiete eingeplant - dann wurden sie überschwemmt!

 

 

Der FNP wurde am 29. Juli 2010 vom Stadtrat Augsburg beschlossen.

Im Kreis ist der überschwemmte Garten vom Foto - braune Flächen = Feuchtgebiete. Auch ein Teil der Kleingartenanlage ist dort als Feuchtgebiet ausgewiesen. Im Oktober 2010 wurden diese Flächen geflutet.

Feuchtgebiete schaffen? - Tolle Ausrede für “überforderte Beamte” und lechzelnde Duzfreunde im Amt, die schon lange nicht mehr wissen was recht ist. Die Betreiberin hat uns den Schaden im Keller nie ersetzt, was zudem dafür spricht, dass wir nicht versehentlich überschwemmt wurden.  

 

 

Aber auch im tiefsten Sumpf bildet die Kunst. - Respekt! 

  Feuchtgebiet, Hörstück von Karin Brandl, 2011

 

Wasserkraft in Augsburg - zuständige Ämter und Referenten:

  • Umweltamt, Untere Wasserrechtsbehörde (Stauhöhe, Wasserrecht, Auflagen) - politisch verantwortlich Umweltreferat/Umweltreferent, bei den genannten  Überschwemmungen amtierte Rainer Schaal (CSU), seit 2014 ist Reiner Erben (Grüne) Umweltreferent
  • Tiefbauamt, Abt. Wasser- und Brückenbau (Aufsicht über Ufer, Wasserbau, Gewässeraufsicht) - politisch verantwortlich Baureferat/Baureferent, seit 2008 ist dies Baureferent Gerd Merkle (CSU) d.h. unter seiner Amtszeit passierten die herbeigeführten Überschwemmungen und rechtswidrige Umbauten am Kraftwerk T 2

Kraftwerk Settele

Die blauen Markierungen zeigen, wo 2009, 2010, 2012 flächendeckende Überschwemmungen durch das private Kraftwerk T 2 auftraten. Es gehörte vormals zur Kunstmühle Kühn und wird seit 2001 von Brigitte Settele betrieben.

 

Der Lochbach im südlichen Augsburg (ehm. Haunstetten)

  • ist ein künstlich angelegter Industriekanal 
  • sein Wasser kommt aus dem Lech
  • seine Wassermenge ist behördlich festgelegt

Eigentümerin des Kanals: Stadt Augsburg

  • sie schickt den Wasserkraftwerken ca. 3 kbm Wasser pro Sekunde

Der Kanal wird von Wasserkraftwerken aufgestaut

  • Stauanlagen, Kanalbett, Stauhöhe müssen aufeinander abgestimmt sein, Umbauten und Veränderungen genehmigt werden 
  • jedes Kraftwerk hat eine zugelassene Stauhöhe, die nicht überschritten werden darf
  • Überstauen ist verboten!
  • es muß beim Aufstauen ein festgelegter Sicherheitsbereich (Wasserspiegel) eingehalten werden

Besonderheit: Ablässe im Herbst 

  • jährlich wird der Lochbach-Kanal für zwei Wochen abgelassen, d.h. der Wasserzulauf am Lech wird geschlossen. Die Lechkanäle in der ganzen Stadt sind dann fast leer.   

Werden in Augsburg Anlieger an einem städtischen Industriekanal geschädigt 

  • durch herbeigeführte Überschwemmungen,
  • unsachgemäßen Kraftwerksbetrieb,
  • Vernachlässigung der Wehranlagen im Winter,
  • Mißachtung von Sicherheitsauflagen und rechtswidriges Überschreiten der zulässigen Stauhöhe,
  • Rechtsverletzungen auf Anliegereigentum,
  • Baupfusch und Baugefährdung 

dann hat all dies in Augsburg keine behördlichen oder wasserrechtlichen Konsequenzen. Die Gewässeraufsicht greift nicht. Das Wasserrecht wird einem Betreiber auch bei wiederholten fahrlässigen Sicherheitsverstößen nicht entzogen.

Wenden sich Geschädigte an zuständige Behörden der Stadt Augsburg, dann verweisen die stets auf den Kraftwerksbetreiber, sodass Geschädigte gezwungen sind, den Klageweg gegen den Betreiber privat zu beschreiten. Tun sie dies, dann heißt es im Amt: “Das ist eh ein Privatstreit.” 

 

Strafbare Überschwemmungen 2012 durch Eisgang am Kraftwerk T 2

5. und 6. Februar 2012 schon wieder herbeigeführte Überschwemmungen!  -  Betreiberin hätte Kraftwerk von Eis freihalten müssen

Sonntag 5.2.2012  -  Überschwemmungen durch Eisgang am Kraftwerk T 2 Settele 

Um 9.15 Uhr war die Feuerwehr war am Kraftwerk noch nicht vor Ort. -  südlich vom Kraftwerk (Fotos unten) standen die Kleingärten bis auf den Parkplatz hinüber schon unter Wasser, eine Kleingärtnerin im überschwemmten Garten rief die Polizei! Die danach eintreffende Feuerwehr machte die Turbine frei, den eingefrorenen Leerschütz öffnete sie jedoch nicht, weil sie am Kraftwerk “nichts kaputtmachen” wollte. Der Wasserstand im Kanal ging vorübergehend zurück, dann kam’s erneut.

Betreiberin Settele und ihre Hilfskraft hätten diese Überschwemmungen durch Öffnen des Leerschütz und sachgerechtes Eisnen (siehe unten - historische Bekanntmachung) verhindern können! - Warum hat sie den Leerschütz nicht geöffnet? .

Mindestens seit Samstag lief der Lochbach vor dem Kraftwerk (neben dem die Familie Settele wohnt) bereits über. Samstagnacht war im Gasthof Settele Hausball, wo OB Gribl medienwirksam tanzte und die Augsburger im lokalen Werbefernsehen zuschauen konnten. Die starken Minustemperaturen waren vom Wetterbericht angekündigt. Die Betreiber wußten was passiert, wenn sie das Kraftwerk einfrieren lassen, denn bereits 2009 verursachten sie solche Überschwemmungen durch Eisgang.

 

 

 

 

Historische Bekanntmachung der Stadt Augsburg:

Vorschriften über das Eisnen in den städtischen Werkkanälen

1. Das Eisnen in den Werkkanälen obliegt den Wasserwerkbesitzern.

2. Bei großer Kälte, rauhen Ost- und Nordwinden, großem Schneefall und plötzlichem Tauwetter ist dem Eisgang ununterbrochene Aufmerksamkeit zuzuwenden; bei starkem Eisgang sind sogleich die Pansterräder und Leerschützen aufzuziehen, die Wasserrechen und die Leerschußöffnungen vom Eise freizuhalten; besonders zur Nachtzeit auch darauf zu achten, dass sich die Rechen und Leerschußöffnungen nicht mit Eis verstopfen.

3. Bei Eisverstopfungen und dadurch verursachtes Anschwellen des Wassers vor dem Werke sind sogleich die nächsten Oberlieger und Anlieger, sowie sämtliche Unterlieger zu verständigen, damit dieselben die geeigneten Vorkehrungen treffen ...

4. Die zum Eisnen nötigen Geräte sind zu beschaffen und in brauchbarem Zustande zu erhalten.

5. Den Anordnungen des städtischen Bauamtspersonals über Wasserführung und Eisnen ist sofort Folge zu leisten.

6. Das mit der Bedienung der Wasserwerke beschäftigte Personal ist auf Einhaltung der Vorschriften Ziff. 2 - 5 fortgesetzt aufmerksam zu machen.

7. Wenn ein Wasserwerkbesitzer die ihm bezüglich des Eisnens oder der Wasserführung obliegenden Arbeiten oder sonstigen Vorkehrungen auszuführen unterläßt, werden dieselben sofort auf Kosten des Säumigen durch das Stadtbauamt ausgeführt. Der schuldige Wasserwerkbesitzer haftet für allen durch seine Unterlassung herbeigeführten Schaden.

8. Muß wegen Wassermangels zeitlich eine Minderung des Wassers in einzelnen Kanälen eintreten, so hat sich jeder Wasserwerksbesitzer den Anordnungen des Stadtbauamtes zu fügen; Beschwerde an den Stadtrat bleibt vorbehalten.

Bemerkung: Eine geregelte Wasserführung sowie die Verhütung von Eisverstopfungen und Überschwemmungen wird durch genaue Einhaltung obiger Vorschriften bedingt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag 6.2.2012 - wieder Überschwemmungen und großer Katastropheneinsatz

Das Wasser stand nochmals in den Kleingartenanlagen, besorgte Anwohner mehrerer Wohnhäuser alarmierten erneut Polizei und Feuerwehr.

 

 

 

oben: die Feuerwehr beim Kraftwerk 6.2.2012 rechts: der Lochbach am Oberen Krautgartenweg tritt übers Ufer

unten: vor einem betroffenen Wohnhaus rauschte das Wasser, Fotos von der Terrasse aus aufgenommen, es laufen 180 000 Liter Wasser pro Minute über (bei normaler Wassermenge von 3 kbm/sec im Kanal)

 

Bei -20°C sind die Triebwerke normalerweise aus dem Stau. Hätte das Tiefbauamt das Wasser im Kanal vorübergehend ablassen und so die Situation entschärfen können? Warum ist das nicht geschehen?

Feuerwehrsprecher Friedhelm Bechtel wird am 6.2.2012 in der Lokalzeitung Augsburger Allgemeine mit den Worten zitiert: „Die Gartenhäuser befinden sich in einem Überschwemmungsgebiet, die Eigentümer wüßten, dass sie mit Hochwasser rechnen müßten.” 

Diese Frechheit erboste die überschwemmten Kleingärtner.  Kraftwerksbetreiberin Settele hätte die Überschwemmungen durch Eisnen am Kraftwerk verhindern müssen! - Es sollte wohl pressewirksam vertuscht werden, dass sie ihre Pflichten versäumte.  

unten: die südlichen Kleingärten stehen erneut unter Wasser

 

 

 

 

 


 

Anlieger mußten wieder Justiz bemühen

Diese Überschwemmungen 2012 durch Eisgang am Wasserkraftwerk T 2 Settele zeigten Anlieger beim Staatsanwalt an. Er ermittelte gem. § 313 StGB wegen Herbeiführen von Überschwemmung gegen die Betreiberin und die Hilfskraft. Beide mußten schließlich einsehen, dass es keinen Freispruch für herbeigeführte Überschwemmungen gibt. Das Strafverfahren endete erst nach zwei Jahren am Landgericht, eingest.gem. § 153 StPO. Ihr Verschulden war demnach erwiesen und sie mußten die Vorwürfe eingestehen.

In Zukunft dürfen keine Überschwemmungen durch Eisgang mehr passieren. Da sollte die Betreiberin ihren Leerschütz lieber öffnen (siehe oben: Vorschriften über das Eisnen), bevor er einfriert und das ganze Gebiet wieder überschwemmt wird.   

Feuerwehr und Ordnungsreferent Volker Ullrich (CSU) nahmen die Verursacher der Überschwemmungen pressewirksam in Schutz!

Verursacherin der Überschwemmungen gibt Spende an die Berufsfeuerwehr

Gleich nach den Überschwemmungen spendete Fam. Settele pressewirksam einen Dampfstrahler an die Berufsfeuerwehr Augsburg, den Ordnungsreferent Volker Ullrich entgegennahm.

 

Feuerwehrchef Frank Habermeier, Feuerwehrsprecher Friedhelm Bechtel und Referent Volker Ullrich lachen mit Fam. Settele auf dem Pressefoto in die Kamera, in dem Zeitungsartikel von Ines Lehmann: "Mit 150 Grad heißem Wasser gegen das Eis", Augsburger Allgemeine, 15. März 2012. Schuld am Eisgang seien lt. diesem Artikel “die eisigen Temperaturen” gewesen. Vom Versagen der Wasserkraftbetreiber kein Wort ...

Auf den Brief der betroffenen Anlieger antwortete Ordnungsreferent Ullrich nie!     

 

Es blieben Fragen offen:

    Was kosteten die Katastrophen-Einsätze und wer zahlte sie? Verursacher Settele? Oder gingen sie zu Lasten der Allgemeinheit?

    Warum öffnete die Feuerwehr den eingefrorenen Leerschütz nicht gleich am ersten Tag, wenn das mit einem Dampfstrahler doch wie geschmiert klappt?

    Wieso behauptete der Sprecher der Feuerwehr in der Zeitung, das überflutete Wohn- und Kleingartengebiet sei ein "Überschwemmungsgebiet"? Wer hat ihm den Blödsinn verzapft und warum bringt der Feuerwehrmann sowas in die Zeitung? Hat er dafür eine Spende angenommen? 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Bereits 2009 - hoffnungslos vereistes Kraftwerk Settele!

 

Am 10. Januar 2009 überschwemmte das Kraftwerk Settele die Kleingartenanlagen flächendeckend, laut Tiefbauamt der Stadt Augsburg durch unsachgemäßen Betrieb (Eisgang) des Wasserkraftwerks.

Das Wasser stand am Morgen bereits vor Wohnhäusern (siehe Luftbild oben). Angeblich bemühte sich die Hilfskraft am Kraftwerk seit 4 Uhr früh, das Wehr von Eis zu befreien.  -  Wenn er das nicht alleine schafft, dann muß er sich halt Hilfe holen! Aber erst als betroffene Anwohner ankündigten, die Feuerwehr zu rufen, holten die Verantwortlichen am Kraftwerk Settele die Freiwillige Feuerwehr Haunstetten, die das Wehr dann vom Eis befreien mußte.

 

So weit kommt’s noch: Wir brauchen in Augsburg einen Wasserkraftwerk-Führerschein und auch Hilfskräfte müssen sachgerecht im Umgang mit Wehren und Stauanlagen geschult werden!

 


 

Sicherheitsrisiko Uferbau-Pfusch

2008 löste sich eine Uferwand und schwamm davon! Kraftwerksbetreiberin Settele hat sie einfach vor das alte Ufer vornageln lassen. Sowas entspricht nicht den allgemein anerkannten Regeln der Technik.

Die Anlieger entgingen nur knapp einer Katastrophe.

Im Sommer 2008 löste sich ein ca. 15 m langes Stück von der Uferwand. Kraftwerksbetreiberin Brigitte Settele ist für den Uferunterhalt zuständig. Diese Uferwand hatte sie wenige Jahre zuvor von einer Baufirma (Name bekannt) vors alte Ufer nageln lassen. Die Holzwand war im Boden nicht befestigt.

Obwohl das kein fachgerechter Wasserbau ist, duldete die Stadt Augsburg/Tiefbauamt diese Wandung.

Zum Glück hat sich die abgelöste Wand nicht senkrecht verkeilt und den Lochbach aufgestaut, denn dann wären Häuser und Gärten der Anlieger überschwemmt worden. 

Das Tiefbauamt Abt. Wasser- und Brückenbau wurde sofort verständigt, als die Wand abbrach.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Herbstablässe 2008 sah die betreffende Uferstelle dann so aus.

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt in Deutschland viele Gesetze für die Sicherheit.

Baupfusch ist strafbar, wenn Menschen dadurch gefährdet werden. Aber manche Baufirmen verstoßen (auf Wunsch ihrer Kundschaft?) gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik und mancher Handwerker manipuliert rechtswidrig an Stauanlagen eines Wasserkraftwerks herum. Was kümmert es Arbeiter oder Schlossermeister, wenn andere Menschen durch ihr Tun gefährdet werden?   

Gemeingefährliche Straftaten - Strafgesetzbuch § 319: Baugefährdung

(1) Wer bei der Planung, Leitung oder Ausführung eines Baues oder des Abbruchs eines Bauwerks gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik verstößt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer in Ausübung eines Berufs oder Gewerbes bei der Planung, Leitung oder Ausführung eines Vorhabens, technische Einrichtungen in ein Bauwerk einzubauen oder eingebaute Einrichtungen dieser Art zu ändern, gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik verstößt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen gefährdet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

mehr zum Uferbau am Lochbach in Augsburg-Haunstetten

 


Bilder, Texte, Hörstücke © Karin Brandl, Alchima®        Datenschutz

 

 

 

 

Shortstory: Die Feuerwehr war da

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